Eu-Projekt: „Weltreise im Wohnzimmer“

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Bunt ging am das EU-Projekt „Bunt ist Kultur“ in den Museen seinem Ende zu.

Lüdenscheid - Mit Kunst, Musik, Tanz, Rückschau und Begegnung ist das von der EU geförderte Projekt „Bunt ist Kult“ in den Museen der Stadt zu Ende gegangen. Der stellvertretende Landrat des Märkischen Kreises, Detlev Seidel, eröffnete die letzte Veranstaltung des Ende März auslaufenden Projektes.

Damit gehe ein Projekt zu Ende, „aber die Personen sind da, und es wird weiter gehen.“ Angesichts der steigenden Zahl der Asylbewerber kämen vor allem auf die Kommunen große Herausforderungen zu. Andererseits müsse man auch zur Kenntnis nehmen, dass der Märkische Kreis seit vielen Jahrzehnten auf Zuwanderung angewiesen sei. Die Teilnahme des Märkischen Kreises an dem Projekt habe zu großen, publikumswirksamen Veranstaltungen und einer ganzen Reihe kleinerer „Projektbausteine“ geführt. Dazu zählten Theater, Tanz, Fotoaktionen, Theaterstücke, Workshops, aber auch eine Präsenz auf dem Lüdenscheider Stadtfest.

Für den Kreis bedankte sich Seidel ausdrücklich bei den Verantwortlichen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Von dieser Seite habe man in der Vorlauf- wie auch in der dreijährigen Projektphase stets exzellente Beratung erhalten. Lüdenscheids Bürgermeister Dieter Dzewas erinnerte daran, dass die Stadt nach Ende des Zweiten Weltkrieges rund 17 000 Vertriebene aus den Ostgebieten aufgenommen und untergebracht habe. Deren Integration sei gelungen. Heute lebten in der Stadt Menschen aus mehr als 100 Nationen friedlich in der Stadt. Letzteres mache auch den großen Reiz des Stadtfestes aus. Das Projekt „Bunt ist Kult“ habe gegenseitiges Kennenlernen gefördert und mit gutem Grund das Stadtfest als Baustein des Projektes angesehen. Was teilweise „abhanden gekommen“ sei, „ist der Geist“, spielte Dzewas auf ein Europa gemeinsamer Werte wie auch Vorstellungen von Integration an. Die Frage nach weiterer Zuwanderung sei weder hierzulande noch in Europa nicht gelöst.

Die mit Musikbeiträgen, Tanz und kulinarischen Köstlichkeiten gerahmte Veranstaltung bot auch Möglichkeiten zu aktiver Teilnahme. Familien aus Marokko, Sri Lanka und der Türkei stellten sich unter dem Motto „Weltreise im Wohnzimmer“ dem Gespräch.

Der Verein „Wir hier“ schickt sich an, Teile des Projektes inhaltlich weiter zu führen. - usc

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