Erziehungs- und Familienberatung: Bedarf nimmt zu

LÜDENSCHEID - Die Nachfrage nach qualifizierter Erziehungs- und Familienberatung hat ständig zugenommen. Zum einen sind die Fallzahlen angestiegen, andererseits sind auch die Themenbereiche qualitativ ausgeweitet worden.

Das geht aus dem Bericht „Beratungsstellen aus fachlicher und wirtschaftlicher Sicht“ hervor, den die Verwaltung den Vertretern des Jugendhilfeausschusses in deren letzter Sitzung vor dem Jahreswechsel vorlegte. Das Gremium hatte die Stadtverwaltung im Januar 2011 – also vor knapp zwei Jahren – damit beauftragt, einen aktualisierten Bericht über die Angebote der Beratungsstellen im Zusammenhang mit dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (Sozialgesetzbuch VIII) zu erstellen. Mitgewirkt haben das Jugendamt sowie Fachleute der schulpsychologischen Beratungsstelle, des Märkischen Kinderschutz-Zentrums und der Beratungsstelle Lessingstraße.

Laut Bericht verpflichtet das Kinderschutzgesetz örtliche Träger dazu, eine „verbindliche Zusammenarbeit im Kinderschutz als Netzwerk“ zu organisieren. „Hierbei sind auch die Beratungsstellen als bedeutender Akteur aufgefordert, sich fachlich als auch personell (...) im Bereich des Kinderschutzes neu zu verorten.“ Insbesondere soll der fachliche Austausch untereinander erleichtert und damit mehr Transparenz hergestellt werden, heißt es sinngemäß in dem Papier.

Diese Ziele sind vor dem Hintergrund einer ernüchternden Bestandsaufnahme abgesteckt. „Die Beratungsstellen“, heißt es in dem Bericht, „sind ausgelastet und zum Teil auch überlastet“. - omo

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