Neubau „An den Tannen“ vorgesehen / Kosten in Höhe von 11,5 Millionen Euro

Erweiterungsbau am Lüdenscheider Kreishaus geplant

+
„An den Tannen“ soll ein Erweiterungsbau fürs Kreishaus, verbunden durch die Brücke, entstehen. Eine Änderung des Bebauungsplans für das Areal, das derzeit überwiegend als Parkplatz genutzt wird, wäre nicht nötig.

Lüdenscheid - Das Kreishaus soll erweitert werden. Nach den Plänen der Verwaltung entsteht auf dem Grundstück „An den Tannen“, das bislang vorwiegend als Parkplatz genutzt wird, ein Neubau für Büros und einen Sitzungssaal. Das kostet einen zweistelligen Millionenbetrag.

An der Heedfelder Straße wird der bisherige Stellplatz in eine Parkpalette für 120 Fahrzeuge umgewandelt. Insgesamt sind Kosten in Höhe von knapp 11,5 Millionen Euro veranschlagt.

Die Fraktionen haben, bis auf die UWG, in ersten Gesprächen positiv auf den Verwaltungsvorschlag reagiert. Am Mittwoch kommender Woche werden die Pläne erstmals im Bauausschuss beraten, voraussichtlich kann eine Entscheidung bereits in der Juli-Sitzung des Kreistages getroffen werden.

 Der Erweiterungsbau ist vorrangig für den Fachdienst Aufenthaltsrecht und Integration geplant. „Die bisherigen Zustände sind für die Mitarbeiter nicht mehr akzeptabel“, sagte Martina Stenger (FDP), Vorsitzende des Bau- und Straßenausschusses. „Wir haben in diesem Bereich einen sehr starken Publikumsverkehr und können den Anforderungen nicht mehr gerecht werden, weil es im Kreishaus keine Freiflächen mehr gibt.“

 Geänderte gesetzliche Grundlagen, neue Aufgaben durch Bund und Land, die Zusammenarbeit mit anderen Kommunen und deutlich gestiegene Fallzahlen erforderten neue Lösungen. „Oft teilen sich im Sozialbereich zwei oder drei Mitarbeiter ein Büro. Diskrete Fallbesprechungen sind so nicht möglich. Das Jugendamt ist inzwischen über alle fünf Stockwerke verteilt.“

 Im Fachdienst Aufenthaltsrecht und Integration ist aus Sicht der Verwaltung die Situation derzeit besonders kritisch. Das gilt sowohl für die Bürofläche und den Wartebereich, vor allem aber mangele es an der „erforderlichen Sicherheitsarchitektur“, sagte Axel Hoffmann, Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion. 

Im Einzelnen sehen die neuen Pläne wie folgt aus: Im Anschluss an einen öffentlichen Wartebereich wird an einer Infotheke die Identität des Kunden festgestellt. Sind die Papiere in Ordnung, wird der Besucher in einen zweiten Wartebereich geführt und dort vom Sachbearbeiter abgeholt. „Das führt dazu, dass sich niemand mehr unbeaufsichtigt im Bereich der Sachbearbeitung aufhält.“ Sämtliche Büros sollen zudem mit Zwischentüren verbunden werden.

 Im Neubau ist zugleich ein neuer Sitzungssaal geplant, sodass die erforderliche Sanierung des bisherigen Tagungsraumes entfallen könne. Die veranschlagt das Gebäudemanagement des Kreises auf 450 000 Euro. Für den sensiblen IT-Bereich ist ebenfalls ein sicherer Bereich vorgesehen. Ein Mietangebot in der erforderlichen Gesamtgröße von knapp 2900 Quadratmetern sei ortsnah nicht vorhanden, sagte Martina Stenger. „Wir können die Bereiche aber nicht über den Kreis verteilen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.