Was erwarten die Händler vom nächsten Rat?

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Dr. Armin Kabat meint, dass manche Straßenbaumaßnahmen schneller durchgeführt werden sollten.

Lüdenscheid - „Ich bin dankbar für den positiven und intensiven Austausch mit der Stadt“. So oder ähnlich äußerten sich Geschäftsinhaber aus der Innenstadt bei einer Umfrage der LN zur kommenden Stadtratswahl. Die positiven Töne überwogen.

„Gibt es etwas, was Sie dem nächsten Stadtrat mit auf den Weg geben möchten oder haben Sie einen besonderen Wunsch an die Politik?“. So lautete die Frage.

Dr. Armin Kabat, Inhaber der Pluspunkt-Apotheke im Stern-Center, ist insgesamt sehr zufrieden. Auch wenn es in seinen Augen durch bauliche Veränderungen in der Innenstadt manchmal etwas chaotisch ist, findet er gerade die City sehr sympathisch. Er glaubt, dass die Stadt noch attraktiver werden könnte, wenn man Baumaßnahmen, wie beispielsweise zuletzt an der Lennestraße, schneller durchführe: „Wenn Menschen nach Lüdenscheid zum Einkaufen fahren, ist es für sie wahrscheinlich unangenehm, wenn sie beim Abbiegen in die Stadt erst mal im Stau stehen.“ Trotzdem betont er, dass er insgesamt sehr zufrieden sei. „Wenn alles so bleibt, können wir froh sein.“

Ralf Meier-Böke ist dankbar für den derzeitigen „positiven und intensiven“ Austausch.

Ralf Meier-Böke, Inhaber des gleichnamigen Augenoptiker-Geschäfts an der Knapper Straße, ist dankbar für den derzeitigen „positiven und intensiven“ Austausch mit der Stadt und weiteren Gewerbetreibenden über den Geschäftsstandort Knapper Straße. „Das finde ich sehr gut“, meint er, und hat auch keine weiteren Wünsche.

Ganz anders geht es Inge Kersting, Inhaberin des Cafés Kersting am Rathausplatz. Sie wünscht sich mehr Nähe zur Stadt. „Wir haben so einiges mitgemacht“, sagt sie, „zum Beispiel durch die Baumaßnahmen am Rathausplatz.“ Wenn es mal Probleme an ihrem Standort gab, fühlte sie sich ungehört und wünscht sich da Veränderung.

Simone Geier von der Metzgerei Geier hingegen freut sich, dass sich neue Gesprächsgruppen zum Thema Marketing für Altstadt und Knapper Straße bilden. „Man sieht, dass die Stadt da ein Interesse hat und nach vorne geht“, meint sie. Ihre große Hoffnung ist, dass das nach der Wahl genauso weitergeht. Ihrer Ansicht nach dürfte die Stadt ruhig noch mehr Veranstaltungen durchführen, um den Standort attraktiver zu machen. „Wie wäre es zum Beispiel mit einem Schlemmermarkt am Abend?“, ist ihre Anregung. Gut findet sie, dass es durchaus Nachwuchs im Geschäftsleben gibt und dass etablierte Inhaber neue Projekte starten, zum Beispiel in der Oberstadt. Auch die Jüngeren liegen ihr am Herzen. „Wir haben jetzt in Lüdenscheid eine Fachhochschule, da muss man doch etwas tun, dass die jungen Leute sich hier auch abends wohlfühlen.“

Daniel Niedergesäß wünscht sich ein größeres Angebot für Jugendliche speziell in der Ferienzeit.

Daniel Niedergesäß, der jüngst die Filiale von Fleischwaren Niedergesäß an der Wilhelmstraße von seinem Vater Rudolf übernommen hat, ist auch mit dem Thema „junge Leute“ beschäftigt. Allerdings geht es ihm dabei weniger um Studenten als vielmehr um die vielen Jugendlichen, die sich speziell in der Ferienzeit vor dem Eingang des Stern-Centers in seiner Nähe aufhalten. „Hier würde ich ein erweitertes Angebot der Stadt für Jugendliche, besonders in den Ferien, für sehr wichtig halten“, sagt er. Der Treffpunkt vor dem Stern-Center verursache entsprechenden Müll und auch eine Atmosphäre, die seiner Meinung nach sogar die Menschen vom Besuch des Stern-Centers abhalten könnte. Lobenswert sei das Engagement der Politik für das Aussehen der Innenstadt. „Die Stadt ist freundlicher und schöner geworden.“ - von Jens Rimbach

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