Der „Erwachende“ am Stadtpark

Das Ehrenmal mit der Statue „Der Erwachende“ an der heutigen Parkstraße wurde 1935 enthüllt.

Lüdenscheid - Gerhard Geisel und Dietrich Leutloff begleiten die Leser unserer Serie „Alt-Lüdenscheid“ auf einem Rundgang durch die Stadt. Sie zeigen Anblicke, die es so nicht mehr gibt. Teil zwölf führt uns  diesmal zum Stadtpark.

Rundgang durch Alt-Lüdenscheid:

Gerhard Geisel und Dietrich Leutloff begleiten die Leser unserer neuen Serie „Alt-Lüdenscheid“ auf einem Rundgang durch die Stadt. Sie zeigen dabei Anblicke, die es so nicht mehr gibt. Viele der Häuser sind lange abgerissen, andere Ausblicke mit neuen Häusern zugebaut. Die Bilder stammen aus dem LN-Archiv, dem Stadtarchiv und der Sammlung Schumacher, die Texte in gekürzter Form aus dem Buch „Die Lüdenscheider Straßennamen“ (ISBN: 9783981332513 ).

 Am „Heldengedenktag“ 1935 wurde Willi Mellers Skulptur „Der Erwachende“ enthüllt, ein bis heute in unserer Stadt umstrittenes „Kunstwerk“ – die heutige Station des Rundgangs. Im Hintergrund erkennen wir das Parkhaus, das 1909 eröffnet wurde, mit seinem „Storchennest“.

Von dort hatte man einen wunderbaren Blick über die Stadt Lüdenscheid. Das Gasthaus wurde im Übrigen überwiegend aus Spendenmitteln finanziert. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahmen die Besatzungsmächte das Gebäude in Beschlag. Der Versuch, es abermals gastronomisch zum Leben zu erwecken, misslang. Es wurde abgerissen und an seiner Stelle das optisch sehr dominierende „Hollstein Hotel“ errichtet. Nach verschiedenen Besitzerwechseln gehört es heute zur „Mercure“- Gruppe.

Bereits 1885 war ein erster Vorstoß des Lüdenscheider Verschönerungsvereins (Comitee für Verschönerung und Cultur) zur Anlage eines Stadtparks unternommen worden. Anlass war die Schenkung eines Waldgebietes von 16 Morgen durch den Fabrikanten Carl Basse, an den noch heute ein Gedenkstein im Stadtpark erinnert.

Durch Zukauf von weiteren Flächen entstand ein 600 Morgen großes Areal, der Stadtpark. Man legte Wege an, stellte Bänke auf. Sogar ein Tennisplatz, eine Rodelbahn und ein Kinderspielplatz entstanden. Verbotsschilder sollten die Besucher davon abhalten, die Wege zu verlassen. Dies gelang jedoch ebenso wenig wie der Versuch, den aufkommenden Vandalismus zu unterbinden, obwohl man eigens einen Parkwächter angestellt hatte.

 

Hier finden Sie alle Spaziergänge durch "Alt-Lüdenscheid"

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