„Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“

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Dr. Dietmar Simon, Vorsitzender des GHV.

Lüdenscheid - „Wir haben den Anspruch, als gemeinnütziger Verein in Sachen Heimatgeschichte den Menschen etwas zu bieten, für das sie ausnahmsweise mal nichts bezahlen müssen!“ Eintritt zu nehmen von all denen, die das Geschichtliche Forum des Geschichts- und Heimatvereins im Saal der Stadtbücherei besuchen wollen, ist für den GHV auch für die Zukunft keine Option.

In arge Platznöte war man beim jüngsten Geschichtsforum gekommen, als Gerhard Geisel einmal mehr seinen Bilderspaziergang anbot.

Erstmalig wurden für die Besucher des Forums Platzkarten vorgehalten. Am Einlass verteilte eine Mitarbeiterin der Stadtbücherei als Hausherrin genau 109 Platzkarten. Danach wurde niemand mehr in den Saal gelassen. „So will es die Feuerwehr“, erläuterte Dr. Dietmar Simon, Vorsitzender des GHV, auf Anfrage unserer Zeitung, „wir haben das auch schon gehabt, dass die Leute auf der Wendeltreppe bis hinunter in den ersten Stock standen. Nicht auszudenken, was passiert, wenn da eine Panik ausbricht.“

Kontinuierlich sind in den letzten Jahren die Besucherzahlen des Geschichtsforums angewachsen. Hatte man die Vorträge anfangs in der Kerksighalle (Stadtarchiv) angeboten, so zog das Geschichtliche Forum im September 2009 um in den Stadthaussaal. „Doppel so viele Plätze, eine erhöhte Bühne und eine funktionierende Technik“, erinnert sich Simon. Seitdem nimmt die Zahl der Gäste stetig zu, so dass man sich gemeinsam mit der Stadtbücherei und dem Blick auf die Feuerschutzvorschriften ein Steuerungssystem überlegen musste. Ein erster Versuch waren die Platzkarten, die für den Besucher zwar keinen persönlichen Nutzen haben, der Veranstaltungskoordination allerdings als Zählinstrument nutzen. In andere Räumlichkeiten wie etwa in das Foyer oder Forum der Museen am Sauerfeld auszuweichen, habe man schon probiert, aber das habe sich nicht bewährt. So bleibt für die interessierten Forumsbesucher nichts weiter als das althergebrachte Sprichwort: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. - rudi

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