Termine sind schon vergeben

3.500 Erstklässler im MK: Kinderärztlicher Dienst von Corona-Fällen abgezogen

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Die Erstklässler werden wieder untersucht.

Märkischer Kreis – Im Märkischen Kreis werden die Erstklässler im Schuljahr 2021/22 wieder schulärztlich untersucht. Im Vorjahr waren die sogenannten Schuleingangsuntersuchungen im Märkischen wegen der Corona-Pandemie nahezu komplett ausgefallen. Sie wurden auch nicht mehr nachgeholt. Die neuen Erstklässler, die nach den Sommerferien eingeschult werden, müssen auf die amtsärztliche Begutachtung nicht mehr verzichten.

Anders als in anderen Städten und Kreisen insbesondere im Ruhrgebiet finden die grundsätzlich verpflichtenden Schuleingangsuntersuchungen im Märkischen Kreis wieder statt. Vorausgegangen war im vergangenen Jahr die Entscheidung, den kinder- und jugendärztlichen Dienst des Kreises aus grundsätzlichen Erwägungen aus den Corona-Ermittlungen herauszunehmen, wie Volker Schmidt, Leiter des Fachbereichs Gesundheit beim Kreis, im Gespräch mit unserer Zeitung betont.

Seit Ende November werden die Mitarbeiter wieder für Schuleingangsuntersuchungen eingesetzt. „Zunächst lag der Fokus auf Kindern mit Entwicklungsstörungen. Ein Untersuchungsangebot haben unterdessen alle Eltern bekommen“, sagt Schmidt. 3 575 angehende Erstklässler gibt es im Kreis. Inzwischen wurden mehr als 95 Prozent der Untersuchungen bereits vollzogen. Bis zum Schulanfang werden alle Schuleingangsuntersuchungen abgeschlossen sein. Alle noch ausstehenden Untersuchungen seien bereits terminiert, hieß es aus dem Kreishaus.

 Zunächst lag der Fokus auf Kindern mit Entwicklungsstörungen. Ein Untersuchungsangebot haben unterdessen alle Eltern bekommen

Volker Schmidt

Im vergangenen Jahr war das nicht der Fall. Als Grund nennt der Märkische Kreis auf Anfrage „die Bewältigung der Corona-Folgen“, die den Einsatz sämtlicher ärztlicher Mitarbeiter erforderte. Darüber hinaus konnte seinerzeit der Infektionsschutz für die Mitarbeiter im kinder- und jugendärztlichen Dienst nicht gewährleistet werden, weil bei der Untersuchung kein Mindestabstand eingehalten werden kann, schreibt der Kreis auf Anfrage unserer Zeitung.

Positive Fallzahlentwicklung

Nach der zuletzt positiven Fallzahlenentwicklung nahmen die Amtsärzte und das Assistenzpersonal seit geraumer Zeit wieder ihre ursprünglichen Aufgaben wahr – darunter die Schuleingangsuntersuchungen. Der Kreis beseitigte zudem eine langjährige Vakanz und stellte eine neue Ärztin ein, sodass nun anders als im Vorjahr alle Untersuchungen vor dem ersten Schultag durchgeführt werden können. Volker Schmidt: „Es ist für die Kinder und Schulen enorm wichtig, dass die Untersuchungen wieder vollständig stattfinden. Denn die Untersuchungen ermöglichen frühzeitige Hinweise darauf, ob bei einem Kind ein Förderbedarf besteht.“

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