Aktion ein wichtiges Signal

Erster verkaufsoffener Sonntag seit drei Jahren

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Die Marching Band Bäng-Bäng sorgte mit fröhlichen und nicht nur weihnachtlichen Liedern für gute Laune.

Lüdenscheid - Es war wie ein kleines Revival: Erstmals seit drei Jahren gab es in Lüdenscheids Innenstadt wieder einen verkaufsoffenen Sonntag in der Adventszeit, an dem sich zwar nicht alle, aber doch sehr viele Geschäfte beteiligten.

Allerdings setzte der Zuspruch der Besucher, die dabei die Chance hatten, zwischen den beiden Weihnachtsmärkten auf dem Sternplatz und in der Altstadt zu pendeln, eher zögerlich ein – der ununterbrochen bis in den Nachmittag dauernde und zum Teil von Windböen begleitete Nieselregen lud nicht gerade zum Bummeln ein.

Die Musiker der Marching-Band Bäng Bäng um Thomas Wurth konnten nur dort spielen, wo sie sich unterstellen konnten. Aber mit lebhaften Weihnachtsliedern und Songs wie „You are my sunshine“ spielten sie fröhlich gegen den Regen an und sorgten auch bei etlichen Zuhörern gute Laune.

Einzig den Pferden, die die Kutsche vom Karusselplatz zum Weihnachtsmarkt in der Oberstadt zogen, schien die Nässe wenig auszumachen. Der Kutscher hatte sich zudem mit einem schweren Regenmantel geschützt. Das Team des BVB-Fanbusses auf dem Rathausplatz blieb weitgehend unter sich, während nur ganz wenige Unermüdliche ihr Runden auf der Eisbahn nebenan drehten. Erst als der Regen im Lauf das Nachmittags aufhörte, füllten sich Wilhelmstraße und Stern-Center immer mehr.

Historischer Weihnachtsmarkt in der Lüdenscheider Altstadt, Teil 2

An die Besucherströme früherer Jahre konnte der verkaufsoffene Sonntag dennoch nicht anknüpfen. Aber unzufrieden sind heimische Geschäftsleute nicht, eher im Gegenteil, sie begrüßen es, dass verkaufsoffene Sonntage wieder auf der Agenda stehen. Drei bis vier zu besonderen Terminen im Jahr, am liebsten am Monatsanfang, das wäre sinnvoll, so der Tenor.

Wilhelm Schnieders, Geschäftsführer des Modehauses Sinn, führte gestern neben dem schlechten Wetter Konkurrenzveranstaltungen in Nachbarstädten, insbesondere Hagen, als möglichen Grund für weniger Zuspruch an. Außerdem müssten sich die Leute nach einer dreijährigen Pause vielleicht auch einfach erst wieder an solche Aktionen gewöhnen – Anfang Mai hatte sich ja unter anderem das Stern-Center nicht am verkaufsoffenen Sonntag beteiligt.

Dessen Manager Daniel Dalsasso ist aber genau wie Schnieders überzeugt, dass solche Aktionen wichtige Signale sind, um die Innenstädte zu beleben und attraktiv zu gestalten. Gute Umsätze seien zwar wünschenswert, aber längst nicht alles – es gehe auch um das Image der Innenstadt als Ganzes, so Dalsasso. Davon profitierten letztlich alle. Auch Björn Jäger von Strodel & Jäger, der mit dem Tag gestern trotz des Wetters zufrieden war, ist dieser Ansicht. Deshalb sind sich alle einig, dass der verkaufsoffenen Sonntag gestern ein wichtiges Zeichen war. Das sagte auch Oliver Scherff vom Feinkostgeschäft Papageno.

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