Erster Umbau für erweiterte Phänomenta

Werkstattleiter Thomas Weigl, Phänomenta-Physiker Johannes Pöpping und Projektleiter Frank Kuschmirtz (v.r.) in den neuen Arbeitsräumen.

LÜDENSCHEID ▪ Zwar gab’s noch keinen ersten Spatenstich, doch die erste Baumaßnahme zur Erweiterung der Phänomenta zur Denkfabrik hat begonnen: Die Werkstatt des Science-Centers zog aus ihren Räumen neben der Cafeteria aus.

Werkstattleiter Thomas Weigl baut und wartet die „Stationen zum Staunen“ der Physik-Schau heute nebenan: in der halbrunden früheren Steinmetz-Werkstatt auf dem Phänomenta-Gelände.

Thomas Weigl arbeitet gerade an Podesten für die Kölner Bildungsmesse „didacta“. Dort will sich die Phänomenta erstmals als Ausstellerin ihrer wichtigsten Zielgruppe, den Lehrern, als außerschulischer Lernort präsentieren. Dazu Johannes Pöpping, wissenschaftlicher Leiter: „Vom 19. bis 23. Februar sind wir in Köln mit drei Stationen und einem Infostand vertreten.“

Auch dieser Auftritt greife dem künftig erweiterten Einzugsgebiet der größeren Phänomenta und des geplanten Technikzentrums vor, ergänzt Frank Kuschmirtz. Der Leiter der Zentralen Gebäudewirtschaft der Stadt hat mit Pöpping die Projektleitung inne und ist mit allen baulichen Maßnahmen der Phänomenta-Erweiterung betraut.

Die neue Werkstatt ist nicht größer ist als die alte, verfügt aber über einen Büroraum mit zwölf Fenstern: Das Halbrund wird künftig der zweite Büro- und Werkraum für Johannes Pöpping sein. „Neben dem PC wird hier auch alles stehen, was mit Löten und sonstigen Elektronik-Arbeiten zu tun hat – getrennt vom Staub der Kreissägen.“

Nächster Schritt ist nun der Abbruch des Grüber-Gebäudes, dessen Vergabe gerade im Rathaus vorgenommen werde, so Kuschmirtz. Die Fabrikhalle, in der für die Phänomenta einst alles begann, hat endgültig ausgedient. „Der Abbruch geht los, sobald es die Witterung zulässt.“

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Wie wohl alle Lüdenscheider hofft auch Kuschmirtz auf ein baldiges Ende der eisigen Nächte, hier allerdings aus fachlichen Gründen. Denn der Zeitplan für das Regionale-Projekt ist eng, und der ersehnte Abriss im März soll dem Erweiterungsbau mit seinem 75 Meter hohen Pendelturm buchstäblich den Boden bereiten. Wo heute noch die Grüber-Fabrik steht, muss im zweiten Quartal ein Fundament gegossen werden, das es in sich hat, weiß der Projektleiter.

Der Neubau soll ein Jahr später wetterfest darauf stehen. Im März oder April 2014 wollen die Handwerker dem künftigen „Lichtmuseum“ bereits aufs Dach steigen. Sie montieren dort das Stahlgerüst, das später das Foucaultsche Pendel umranken wird. Es folgt die Außenhaut, die das Pendel und den ihn umgebenden „Sekundärbau“ im Inneren schützen soll. Diese Membran besteht aus demselben Material wie das weltberühmte Dach des Münchner Olympiastadions. Hier wird laut Kuschmirtz auch am Beleuchtungskonzept noch gefeilt, gemeinsam mit dem Architekten Linus Wortmann aus Altena und dem Büro klv in Berlin.

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