Mit Abstand und Disziplin

Erster Schultag mit Maske: So lief die "Rückkehr in die Normalität"

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In Zweierreihen und mit Masken ging es für die Schüler der Theodor-Heuss-Realschule gestern ganz geregelt und über verschiedene Eingänge ins Schulgebäude. Und so wird es auch in den kommenden Schulwochen ablaufen.

Lüdenscheid - Die Vorfreude war groß, die Aufregung nicht minder – und zwar bei Schülern, Eltern und Lehrkräften gleichermaßen. Wie der erste Schultag in Lüdenscheid ablief, erfahren Sie hier:

Die Vorfreude war groß, die Aufregung nicht minder – und zwar bei Schülern, Eltern und Lehrkräften gleichermaßen: Nach Monaten des Homeschoolings und des Präsenzunterrichts in geteilten Klassen begann an den Schulen gestern wieder der Regelunterricht. Allerdings unter besonderen Bedingungen: Maskenpflicht, Abstands-Regeln, Begrüßungsfeiern im Freien – durch die Corona-Pandemie war in diesem Jahr alles etwas anders, aber nicht weniger herzlich, wie ein morgendlicher Besuch auf den Schulhöfen zeigte: 

„Willkommen, schön, dass du da bist.“ Mit diesen Worten begrüßte beispielsweise Christiane Langs-Blöink, Schulleiterin der Theodor-Heuss-Realschule gestern ihre Schüler. Und diese verhielten sich bei ihrer Ankunft auf dem Schulhof überaus diszipliniert. Dazu trugen jedoch auch zahlreiche Maßnahmen bei, die das Kollegium bereits im Vorfeld vorbereitet hatte: So waren auf dem Gelände der Schule Markierungen für die einzelnen Klassen aufgetragen worden, an denen die Klassenlehrer ihre Schützlinge mit großen Schildern in Empfang nahmen oder aber hinführten. 

In Zweierreihen ging es anschließend über die verschiedenen Eingänge der Schule in die Klassenräume. Da die Realschüler das Schulgebäude in den nächsten Wochen ausschließlich begleitet betreten und verlassen dürfen, folgte im Laufe des Vormittags eine große „Übungsrunde“: Mit allen Schülern wurde draußen eben dieses Aufstellen und geregelte Betreten geprobt. 

Und daran waren dann auch die neuen Fünftklässler beteiligt, die zuvor – ebenfalls im Freien – von der Schulleiterin begrüßt worden waren. „Wir freuen uns alle sehr, dass es nun endlich wieder losgeht“, betonte Christiane Langs-Blöink. „Aber wir sind uns auch der großen Verantwortung sehr, sehr bewusst.“ 

In der Klasse 7b am Bergstadt-Gymnasium starteten die Schülerinnen und Schüler mit Abstand und Maske ins neue Schuljahr.

Wiedersehensfreude auch am Bergstadt-Gymnasium. Hier warteten die Schüler in Grüppchen auf den Schulhöfen, bevor sie sich beim ersten Gong in Richtung Klassenräume aufmachten. Am BGL startete das Schuljahr mit Klassenlehrerstunden für alle. Masken auch im Unterricht, Handhygiene, Abstand und das Reinigen der Tische unter Anleitung – all das sollte da noch einmal Thema sein. Aber auch, wie es den Schülern in den letzten Wochen und Monaten ergangen ist. „Wir wollen, dass alle wieder gut hier ankommen“, sagt Schulleiter Dieter Utsch, der sich sogar für die neuen Fünftklässler ein kleines Programm überlegt hatte. 

Keine Umarmungen, keine Wangenküsse stattdessen der neue Ellenbogen-Check oder andere kreative Begrüßungen mit Abstand konnte man gestern auf dem BGL-Schulhof beobachten. Was blieb – wie immer am ersten Tag nach den großen Ferien – war das fröhliche Geschnatter der Schüler. „Wir freuen uns einfach, dass wir uns endlich wiedersehen“, erzählt eine Mädchengruppe aus dem 8. Jahrgang. 

Dass die neuen Regeln ohne große Probleme umsetzbar sind, davon ist Dieter Utsch überzeugt. „Unsere Schüler haben mit den Masken im Unterricht keine Probleme“, glaubt er und öffnet die Tür zum Klassenraum der 7b. Die Tische auf Abstand und mit Maske vorm Gesicht, schaut die Klasse von Jonathan Otters hier erwartungsvoll auf das, was sie in diesem außergewöhnlichen Schuljahr wohl erwarten wird. 

Einschulungsfeier mit Abstand: BKT-Schulleiter Matthias Lohmann begrüßte rund 1000 neue Schüler.

Am Berufskollegs für Technik (BKT) werden jährlich rund 1000 neue Schüler begrüßt. In kleinen Gruppen wurden die Neuankömmlinge aus den verschiedensten Berufs- und Ausbildungszweigen von Schulleiter Matthias Lohmann und seiner Stellvertreterin Manuela Turk in der Aula empfangen. „Wir haben die Größe der Aula voll ausgenutzt, um den Abstand wahren zu können“, sagt Lohmann. Die Masken blieben sowohl bei der Schulleitung, als auch den Schülern über dem Mund und der Nase. Um Begegnungsverkehr zu vermeiden verließen die Schüler die Aula über den Notausgang. Von dem Verhalten der Schüler zeigte sich Lohmann begeistert: „Bisher hatten wir keinerlei Diskussionen über die Maskenpflicht. Die Schüler machen das bis jetzt wirklich gut."

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