Erster Glühwein in weihnachtlicher Budenstadt

LÜDENSCHEID ▪ „Let it snow“ wünschte sich die Peter-Weisheit-Band gestern melodiös zur Eröffnung der Budenstadt auf dem Sternplatz. Die flotten „Lass-es-schnei’n“-Klänge fanden ihren Weg aus dem Weihnachtshaus, drehten eine Runde über die Köpfe der Lüdenscheider Stadt- und Ratsprominenz, die sich vor der Ratssitzung auf einen Eröffnungsglühwein getroffen hatte, und verloren sich jenseits der großen, lichtergeschmückten Tanne, die die Lüdenscheider, weithin sichtbar, aufs Fest einstimmen soll.

Dass es gestern nicht schneite, sondern bestenfalls leicht nieselte, tat der aufkeimenden Vorfreude angesichts typischer Düfte und Sortimente keinen Abbruch.

Zwar müsse man in diesem Jahr aufs Riesenrad verzichten, bedauerte auch Bürgermeister Dieter Dzewas, doch das sei keine Absage für immer. Wenn schon die großen Gesten fehlen, freut sich der Bürgermeister umso mehr über die kleinen. Dazu gehörte die E-Mail aus der Weihnachtsmarkthochburg Dortmund. Die Schreiberin habe wissen wollen, wann der schöne kleine Weihnachtsmarkt eröffnet werde; sie wolle unbedingt mit ihren Enkeln wiederkommen. Solche Reaktionen versöhnten das Stadtoberhaupt damit, dass er aus einer Tasse mit „Dortmunder Weihnachtsmarkt“-Aufdruck trinken musste. Das wiederum sei Schuld der Chinesen, wusste Standbetreiber Thomas Jacob. Die hätten wieder rechtzeitig Jahresstiefel liefern sollen, nur leider sei ein Schadstoff in der Keramik gewesen. Die neue Schiffsladung sei zwar da, aber „unser Container“ noch unterwegs. Vor Marktende am 24. Dezember wird er wohl eingetroffen sein.

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