Erster Einsatz im Bundesfreiwilligendienst

Patrick Märtens

LÜDENSCHEID ▪ Patrick Märtens hat gerade sein Abi am Berufskolleg für Technik absolviert, Schwerpunkt Maschinenbau. „Ich will gerne in Richtung Medizin studieren, vielleicht Medizinphysik. Daher habe ich mich beim Klinikum um eine Stelle im Bundesfreiwilligendienst (BFD) beworben, um vor Ort einen Einblick zu bekommen und praktische Erfahrungen zu sammeln“, sagt der 19-jährige Neuenrader.

Nicole Klug, bei der Märkischen Gesundheitsholding für diesen Bereich zuständig, freut sich über den ersten Freiwilligen und ist gerade dabei, eine Kampagne für den BFD zu starten. „Das Gesetz, das die Nachfolge des Zivildienstes regelt, ist ja erst vor kurzem unterzeichnet worden. Jetzt stehen alle Regelungen fest und wir sind natürlich daran interessiert, möglichst viele der anerkannten 76 Plätze in diesem Bereich zu besetzen.“ Vor der Einführung des Bundesfreiwilligendienstes, der in Folge der Abschaffung der Wehrpflicht den Zivildienst ersetzt, gab es am Klinikum genau diese Anzahl an Zivis, die zur Entlastung des Hauptpersonals verschiedene Aufgaben übernahmen. Jetzt geschieht dies alles auf freiwilliger Basis und schon jetzt ist klar, dass es nach der Änderung eine große Lücke geben wird. „Bundesweit gab es rund 150 000 Zivildienstleistende. Nach der Änderung erwartet man nur noch 35 000“, schildert Nicole Klug die gravierenden Auswirklungen.

Patrick Märtens wird im Klinikum den zentralen Transportdienst im Schichtdienst unterstützen und damit dafür sorgen, dass zum Beispiel die Wartezeiten für Patienten verkürzt werden.

Das Spektrum der Menschen, die einen Bundesfreiwilligendienst absolvieren können, ist breit – Schulabsolventen, aber auch ältere bis hinein ins Seniorenalter. Alter, Geschlecht, Nationalität oder die Art des Schulabschlusses spielen keine Rolle. Einsatzbereiche gibt es im Klinikum zum Beispiel bei der Pflege und Betreuung, in der Wirtschaft und Versorgung, im technischem Dienst, in der Verwaltung oder bei gärtnerischen Hilfstätigkeiten. Der Dienst kann für einen Zeitraum von sechs bis 24 Monaten vereinbart werden, ab dem 27. Lebensjahr auch in Teilzeit mit mindestens 20 Stunden pro Woche.

Patrick Märtens wird ein monatliches Taschengeld in Höhe von 330 Euro erhalten. Das Klinikum beteiligt sich zudem an den Fahrtkosten. Die Beiträge für Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung werden übernommen. Seine Arbeitszeit beträgt 38,5 Wochenstunden. Da ist auch Idealismus gefragt: „Ich habe auch eine soziale Ader“, sagt er. Am 1. Juli geht‘s los.

Interessierte können sich an Nicole Jung unter der Rufnummer 02351/46-2176 wenden.

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