THW-Helfer kommen erschöpft zurück

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Die kleine Stadt Wust wurde total überschwemmt. Die-Einsatzkräfte halfen bei der Zwangsevakuierung. THW

Lüdenscheid - Total erschöpft kehrten am frühen Freitagmorgen die ersten THW-Kräfte aus dem Hochwasser-Einsatzgebiet bei Magdeburg zurück. Zuvor waren sie in der kleinen Stadt Ort Wust aktiv, der durch den Deichbruch bei Fischbeck komplett unter Wasser stand.

„Sie haben nach der Erkundung der Lage Pumpen, Beleuchtung und Stromerzeuger nach Wust gebracht, die über Nacht betrieben wurden. Zudem war das Mobilfunknetz zusammengebrochen, so dass die Fachgruppe Führung/Kommunikation Antennen auf den Hausdächer anbrachten, um die Verbindung unter den Einsatzkräften zu gewährleisten“, teilte THW-Ortsbeauftragter Klaus Cordt mit. Alle Einwohner wurden zwangsevakuiert.

Rund 80 Einsatzkräfte des THW aus Lüdenscheid, Iserlohn, Altena, Balve und Halver seien bis 2 Uhr in Bereitschaft gewesen, hätten aber doch nicht ins Einsatzgeschehen eingreifen können, da das Wasser in Wust bereits zu hoch gewesen sei. Die großflächige Überschwemmung habe die Planung erschwert. „So etwas Gewaltiges kann man vorher nicht proben – bei allen Übungen, die wir machen.“ Der Halveraner Matthias Oehlke übernahm zwischendurch die kommissarische Bereitschaftsführung aller Ortsverbände aus dem Geschäftsführungsbereich Dortmund. „Dieser hat schon von der Aktion autofreies Volmetal Erfahrung im Führen einer solchen großen Mannschaft.“

Inzwischen habe ein Arbeitgeber Druck ausgeübt und mit Repressalien gedroht, falls ein THW-Helfer Montag nicht wieder zur Arbeit komme. „Ob so ein Arbeitgeber weiß, dass er sich strafbar macht?“, ärgert sich Klaus Cordt. - my

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