Eine-Welt-Netz: Stab wird weitergegeben

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Die erste diesjährige Sitzung des Eine-Welt-Netzes Lüdenscheid fand im Kleinen Prinzen statt – mit den beiden Koordinatoren Erwin Fortelka (vorn links) und Matthias Wagner (r.)

Lüdenscheid - Wichtigster Punkt auf der Tagesordnung der diesjährigen ersten Sitzung des Eine-Welt-Netzes Lüdenscheid war die endgültige Festlegung des Termins für die Staffelstabübergabe.

Bei dieser wird die besondere Förderung durch die Stadt Lüdenscheid von den Projekten der DAHW-Aktionsgruppe Lüdenscheid (Lepra- und Tuberkulosehilfe in Sierra Leone) und der Gemeinde St. Joseph und Medardus (Stipendienwerk „Samenkorn“ in Guatemala) für zwei Jahre an den CVJM (Weltdienstarbeit in Sierra Leone) und des Vereins Eschan (Mädchenschule in Afghanistan) übergehen.

Die Staffelstabübergabe mit Bürgermeister Dieter Dzewas findet am Mittwoch, 5. Februar, ab 16 Uhr im Ratssaal statt. Zu diesem Ereignis werden auch die Fraktionsvorsitzenden und die Gemeindepfarrer eingeladen. Die scheidenden und die beiden ab diesem Jahr geförderten Gruppen werden ihre Projekte in Wort und Bild vorstellen. Nach dem offiziellen Teil wird man sich am 5. Februar bei Kuchen und Getränken miteinander austauschen.

Nachdem die erhoffte Resonanz auf die Einladung zu dem Wettbewerb „Fair Trade Town“ ausgeblieben ist, wurden Überlegungen angestellt, wie man das Thema „Fairer Handel“ mehr in das Bewusstsein der Bevölkerung rücken könnte. Es gelte, die verschiedensten Kreise – insbesondere Jugendgruppen – dafür zu sensibilisieren, dass das Konsumverhalten Konsequenzen hat und dass es auf dieser Welt fairer und gerechter zugehen müsse.

Das Ziel, das vom Eine-Welt-Netz Lüdenscheid anvisiert wird, besteht darin, Lüdenscheid bis spätestens zu seinem 30. Geburtstag im Jahr 2015 zu einer „fairen Handelsstadt“ zu machen. Um diesem näher zu kommen, will man unter anderem Menschen aus den Städten Attendorn und Hagen, die bereits das „Fair Trade“-Siegel erhalten haben, zu einem Gespräch einladen.

Auch Berichte aus den einzelnen Gruppen standen auf dem Programm: Die Aktionsgruppe Lüdenscheid der DAHW freut sich darüber, dass die katholischen Gemeinden der Stadt am Weltlepratag (26. Januar) ihre Türkollekten wieder für die Leprahilfe zur Verfügung stellen. Das Fördergeld der Stadt in Höhe von 6000 Euro, für das die Aktionsgruppe sich bedankte, hat sie noch im alten Jahr an ihr Projekt in Sierra Leone weitergeleitet. Im Weltladen konnten 2013 am Stand für die Leprahilfe 3500 Euro erwirtschaftet werden.

Der Guatemalakreis von St. Joseph und Medardus lädt im März zu einem Gemeindemittagessen und zu einem Vortrag von Brigitte Denger über ihr Projekt „Samenkorn“ ein.

Die Kreuzkirchengemeinde richtet in diesem Jahr wieder einen Lima-Basar zugunsten des Kinderwerks Lima aus. Die FAG Eine Welt von St. Petrus und Paulus engagiert sich mit reduzierter Kraft weiterhin für ihr Projekt Dori in Burkina Faso.

Auch zu dem VHS-Vortrag zum Thema „Waffenhandel“, der am 28. Januar ab 19.30 Uhr in der Stadtbücherei stattfindet, wurde eingeladen. Mit den Vorbereitungen für den nächsten Weihnachtsmarkt der guten Taten will man in diesem Jahr früher beginnen. Mit den Ergebnissen des letzten waren drei Viertel der Teilnehmer zufrieden. Ungünstig wirkte sich der Regen auf die Einnahmen aus.

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