Erste LED-Straßenlaternen in der Stadt des Lichts

LÜDENSCHEID - Die Straße Im Olpendahl erstrahlt abends seit dieser Woche in neuem und noch dazu „warmweißem“ Licht. Wie die Stadtverwaltung gestern mitteilte, machen das die neu eingebauten Leuchtdioden, kurz LED, möglich, die dort ab sofort Licht ins Dunkel bringen. Ein Leuchtenhersteller habe der Stadt die modernen und energieeffizienten LED-Leuchten zu Sonderkonditionen angeboten, um seine Technik in Lüdenscheid präsentieren zu können.

„LEDs sind die Leuchtmittel der Zukunft. Leider ist ihre Anschaffung zurzeit aber noch sehr kostenintensiv“, urteilt Heike Müller von der Projektstelle Licht- und Stadtgestaltung. Das Angebot einer solchen innovativen Teststrecke wollte Lüdenscheid als „Stadt des Lichts“ dennoch nicht ablehnen und entschloss sich also, den ersten Schritt in eben jene Zukunft zu probieren. Im Olpendahl ersetzen die neuen Leuchten nun die veralteten Quecksilberdampflampen, von denen es im Stadtgebiet noch über 3 000 Stück gibt.

Doch auch in anderen Lüdenscheider Straßen steht mittelfristig die Umrüstung an: „In den nächsten Jahren müssen die Quecksilberdampflampen gegen neue, energieeffiziente Lampen ausgetauscht werden, denn 2015 werden sie aufgrund einer gesetzlichen Festlegung vom Markt genommen“, weiß Yvonne Schubert, beim Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb STL zuständig für Straßenbeleuchtung. Und das geschieht aus gutem Grund: Allein durch den Austausch der alten Klimasünder Im Olpendahl können auf das Jahr gerechnet 20 000 Kilowattstunden eingespart werden. Das entspricht einer Menge von zwölf Tonnen Kohlendioxid, die dafür nicht mehr in die Luft geblasen werden müssen. „Das lohnt sich!“, meint Schubert.

Bekanntlich hatte der STL zuletzt Laternen-Abschaltungen an mehreren Straßen in Außenbereichen vorgenommen, um zu testen, ob es auch ohne sie geht. Vereinzelt gab es Anwohnerproteste, und die Leuchten wurden wieder eingeschaltet. Wo sie endgültig abgebaut werden können, wollte Schubert im jetzt angesetzten Bau- und Verkehrsausschuss erläutern, der jedoch mangels weiterer Themen abgesagt wurde. Die Ersparnis bei Strom und Reparaturen soll die Abbaukosten in wenigen Jahren wieder einspielen

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