"Mütter-Rallye": Erste Kontrollen auf Annabergstraße

Lüdenscheid - Die Polizei hat erste Maßnahmen gegen die tägliche „Mütter-Rallye“ auf der Annabergstraße ergriffen. Am Dienstag postierten sich Beamte mit einem Radarwagen nahe Kindergarten und Altenheim und maßen das Tempo von 48 Autos.

Laut Polizeisprecher Dietmar Boronowski fuhren fünf Autofahrer zu schnell und wurden verwarnt, die Spitzengeschwindigkeit lag bei 43 statt der erlaubten 30 km/h.

Damit haben die Anlieger, die sich – wie hier auch online berichtet – über wachsendes Verkehrsaufkommen, erhöhten Parkdruck und Raserei beschwert haben, einen ersten Teilerfolg verbucht. Die Polizei hat weitere Kontrollen angekündigt.

Nach Auskunft des städtischen Verkehrsplaners Christian Hayer hat das Perthes-Werk vor Errichtung des Amalie-Sieveking-Hauses ein Verkehrsgutachten über die zu erwartende Belastung der Annabergstraße in Auftrag gegeben. Demnach sei eine Autofrequenz von derzeit 160 Fahrzeugen pro Stunde zulässig. Laut Hayer beträgt die erlaubte Maximalbelastung in Spitzenzeiten 400 Autos pro Stunde.

Hayer erkennt an, dass es angesichts des Neubaus und der Vergrößerung des Kindergartens „für die Anlieger zu Verschlechterungen gekommen ist“. Das effektivste Mittel gegen Raserei, so Hayer, seien in der Tat polizeiliche Kontrollen. Schwellen als „Bremsen“ seien baulich nicht das beste Mittel – und könnten während dieser Jahreszeit ohnehin nicht aufgebracht werden.

Trotzdem sagt der Verkehrsplaner zu, bis zum Frühjahr den Bau von Schwellen in Höhe der Einmündung Honseler Steig zu prüfen. Bis vor einem Jahr, vor der Sanierung der Straße, gab es bereits Schwellen. - Olaf Moos

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