Erste konkrete Spur nach Tod auf Talstraße

LÜDENSCHEID ▪ Nach dem tödlichen Unfall und der Fahrerflucht auf der Talstraße vor einer Woche hat die Polizei einen ersten konkreten Hinweis auf den Verursacher.

Am gestrigen Nachmittag traf die Auswertung nach einer Analyse von Bildern durch das Landeskriminalamt (LKA) bei der Ermittlungskommission an der Bahnhofstraße ein. Gesucht wird nun ein heller Pkw, vermutlich Mittelklasse. Der Wagen hat ein Fließheck oder ist ein Kombi oder eine Zwischenform, wie die Polizei gestern Abend mitteilte. Seitlich hat das Auto eine breite dunkle Rammschutzleiste, die sich mit der Stoßstange fortsetzt.

Das Bildmaterial, das den Fahndern vorliegt, lässt nach letzten Erkenntnissen auch Antworten auf die Frage zu, wie viele Fahrzeuge die Talstraße am Samstag ab 2 Uhr bis zum Unfallzeitpunkt gegen 2.30 Uhr bergwärts und talwärts befahren haben. Die Qualität der sichergestellten Videobilder – vermutlich von der Überwachungsanlage der Tankstelle an der Tal-/Ecke Volmestraße – werde derzeit von Spezialisten aufgearbeitet, hieß es gestern Abend. Weitere Bildauswertungen ließen Schlüsse zu, wo und wann der 21-Jährige Lüdenscheider auf der Talstraße von Verkehrsteilnehmern gesichtet worden ist. Die Ermittlungen laufen also weiter auf Hochtouren. Rund 250 Spuren und Hinweise sind in der Kommission inzwischen eingegangen.

Lüdenscheids Polizeichef Bernd Scholz zieht bei der Fahndung zwei Tätertypen in Betracht. Den, der eine Trunkenheitsfahrt oder eine andere Straftat, etwa einen Einbruch, verdecken will. „Deshalb haben wir mit dem Hubschrauber auch Waldgebiete abgesucht, in denen sich Einbrecherbanden versteckt haben könnten.“

Aber es könne auch die „Oma“ sein, die durch den Vorfall ein Trauma erlitten habe. „Doch die würde sich nach zwei oder drei Tagen mit Gewissensbissen bei uns melden.“ Deshalb hält Scholz den Tätertyp, „der etwas verbergen will“, für wahrscheinlicher.

Olaf Moos

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