Eröffnung: SWTAL zeigt regionale Stärke

Wirtschaftsförderer Peter Treu freut sich, dass die Vorverlegung in den September einhellig begrüßt wird. - Fotos: Nougrigat

Lüdenscheid - Große Ohren sind auf der SWTAL auf dem Loh ein gern genutztes Symbol – nicht nur als Deko an einem Stand für Gehörschutz. Das Ohr am Markt vor Ort und weltweit zu haben sowie ein offenes Ohr für Veränderungen, das ist der Ehrgeiz, der Macher und Mit-Macher der Südwestfälischen Technologie-Ausstellung Lüdenscheid umtreibt. Mit zunehmendem Erfolg.

124 Aussteller an 79 Ständen zeigen erstmals im September, was die Branche zum Thema Industrie-Automation zu sagen und vorzuführen hat. Das tun die Firmen immer öfter gemeinsam, wie Bürgermeister Dieter Dzewas zu Beginn bemerkte. „Was möglich wird, wenn man sich zusammentut, dass man ein Netzwerk im Kleinen präsentiert, aber auch in größeren Zusammenhängen denkt“ – das sehe man nirgends besser als hier. Aber er machte auch deutlich, dass es nicht reicht, als Standort innovativ zu sein: „Alles, was wir hier erleben, geht nicht ohne ausgebildete Menschen.“

Daher ist es Leit-Thema der Messe, sich um den Nachwuchs zu kümmern, ihn früh für Technik zu begeistern. Das gelingt mitunter so gut, dass junge Leute selbst Aussteller werden. Beispiel: Der Stand der Ganztagshauptschule Stadtpark ist für die Profilklassen Ernährung und Gesundheit sowie Technik seit 2008 eine gute Gelegenheit, um Erfahrungen zu sammeln, Kontakte zu knüpfen – noch bis Samstag.

Bilderstrecke zur Südwestfälischen Technologie-Ausstellung

Südwestfälische Technologie-Ausstellung / SWTAL

Eher ein „Leid-Thema“ sprach SIHK-Vizepräsident Dr. Frank Hoffmeister als Schirmherr an. Denn Südwestfalen sei in Sachen Metallverarbeitung die stärkste Industrieregion Deutschlands, vielleicht sogar Europas. „Doch der Fachkräftemangel wird das Wachstum behindern“, warnte er. Daher müsse die Region nicht nur mit Arbeitsplätzen werben, sondern auch mit Wohn- und Lebensqualität und nicht zuletzt mit ihrer Ausbildungskompetenz, wofür auch die Fachhochschule mit ihren Standorten stehe. „Gutes sichern, Neues wagen“, lautet daher sein Motto für die Zukunft der Region, ihrer Betriebe, ihrer Menschen.

Dass die SWTAL in diesem Anforderungsprofil eine zunehmend selbstbewusste Rolle übernimmt, betonte am Rande Peter Treu (Wirtschaftsförderer und Messeorganisator). Erleichtert, weil Aufbau und Organisation im Großen und Ganzen reibungslos geklappt haben, war er mit seinen Gedanken schon bei ersten Vorbereitungen von Messe Nummer 16 in zwei Jahren. „Wir werden das Thema ‘Industrie-Automation’ vorsichtig erweitern“, kündigte er an. Ein Ausbau in Richtung Industrie-Technik und -Produktion sei denkbar; schon jetzt habe man Aussteller, die das Kernthema längst ergänzten. Spürbar sei der Wille, in der Region Stärke zu zeigen. Diese Unternehmer sagten: „Ja, wir treten auch zuhause mal mit breiter Brust auf, weil uns hier noch nicht jeder kennt.“ Und das wird wohl auch künftig im September sein. Dem alten November-Termin trauerte gestern kaum jemand hinterher. Treu: „Bei der ersten Abfrage ging immer der Daumen hoch.“ - sum

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