ERO: Insolvenz nach Metalldiebstählen

+
Auch die Übernahme durch die ESW-Gruppe brachte der ERO GmbH an der Altenaer Straße wenig Glück. -

LÜDENSCHEID ▪ Die Lüdenscheider ERO GmbH musste jetzt Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen, nachdem Metalldiebstähle aus dem Sommer versicherungstechnisch ungeregelt blieben und die Hausbank im Oktober pleite ging. Das erklärte gestern Manfred Leitold, Geschäftsführer des Betriebs für Kaltumformung, Sonderschrauben und Edelstahlverarbeitung an der Altenaer Straße 144. Er habe den Antrag am Montag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit stellen müssen.

Das Unternehmen war 2006 von der Familie Rosenbach durch die ESW-Gruppe mit Sitz im Heilbad Heiligenstadt übernommen worden. Das Ziel war die kurzfristige Sanierung. Nachdem die erste Phase abgeschlossen war, sei man den Strudel der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise geraten, so Leitold weiter. Im Sommer dieses Jahres schließlich habe es dann mehrere Einbrüche in die Firmenräume gegeben, bei denen unbekannte Täter „erhebliche Materialbestände“ erbeuteten.

Zwar sei das Unternehmen zum Teil gegen Diebstahl versichert, doch habe die Versicherung noch keine Entschädigungen geleistet. Der Grund: Das staatsanwaltliche Ermittlungsverfahren sei noch nicht abgeschlossen, erklärte Leitold weiter. Hinzu kam noch, dass Ende Oktober die Hausbank in die Insolvenz ging, über die ERO einen maßgeblichen Teil seiner Unternehmensfinanzierung abgewickelt hatte.

Das Bemühen der Geschäftsführung, kurzfristig eine Neufinanzierung des Unternehmens herbeizuführen, sei „bisher fehlgeschlagen“, räumt Leitold jetzt ein. Um den Schaden bei den Gläubigern möglichst gering zu halten, wurde letztlich der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist der Herdecker Rechtsanwalt und Notar Manfred Gottschalk. - hgm

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare