Verkehrssicherheitstage in der Innenstadt

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Zappenduster ist’s normalerweise im Zelt. Erst mit Lichtbrille bekommen Einzelheiten Konturen – oder auch nicht.

Lüdenscheid - Warum Elektrofahrzeuge nichts für Laternenparker sind, wie man zum Fahrradschloss-Knacker wird, und weshalb man im Dunkeln lieber funkeln sollte – Antworten auf diese und viele andere Fragen gibt es derzeit bei den Verkehrssicherheitstagen.

Von Susanne Kornau

In der Mitte ist ein schwarzes Loch. Darauf würde der Autofahrer ungebremst zufahren. Bei Dunkelheit, bei schlechter Sicht, hätte der Fußgänger in Jeans und schwarzer Jacke keine Chance. Er funkelt nicht im Dunkeln. Er ist eins geworden mit der Nacht. „Wir wollen alle nicht überfahren werden“, mahnen Verkehrssicherheitsberater der Polizei und zeigen, mit welch’ einfachen Mitteln es zu vermeiden ist.

Das Dunkelzelt der Polizei gehört zu den vielfältigen Stationen, die noch bis Samstag im und vorm Stern-Center mitunter lebenswichtige Hinweise geben, wie Alt und Jung sicher durch den Straßenverkehr kommen. Verkehrswachtvorsitzender Martin Kornau eröffnete die dreitägigen Verkehrssicherheitstage. Beim Rundgang empfahl er den Fahrsicherheitstrainer, lud ein zum Probesitzen im Elektromobil der neuesten Generation, dem Renault „Zoe“, und ermunterte dazu, mal ein Fahrradschloss zu durchtrennen – an der „Knack-Station“ von Abus, die die Fahrradhändler Radsport Kasper und Andys Radsport aufgebaut haben.

Bürgermeister Dieter Dzewas lobte zur Eröffnung die Bandbreite des Gezeigten, die schon ganz Kleine mit einem Laufrad-Parcours anspreche, aber eben auch die ältere Generation. „Gut, dass es immer wieder gelingt, eine Gemeinschaftsaktion daraus zu machen“, betonte er. Denn um sicher im Straßenverkehr unterwegs zu sein, muss einiges passen. „Viele kommen, um wenigstens einmal im Jahr ihre Sinne zu testen“, weiß Martin Kornau und verweist wieder auf das Angebot der Seh-, Hör- und Reaktionstests.

Der Bürgermeister wagte sich diesmal auf den Fahrradsimulator, streifte auf trockener Straße durch unbekannte Ecken – und erntet ein „Daumen hoch“ von der Maschine, als er gut auf Kinder reagiert, die zwischen geparkten Autos auf die Straße laufen. Wer möchte, kann in eine 9,5-Kilo-Weste schlüpfen, Kopfhörer aufsetzen, eine Halskrause tragen – und sich wie der Opa fühlen, den man gerade fast angefahren hätte, weil er nicht schnell genug über den Überweg kam. Kurzum: Hier lässt sich der Ernstfall risikolos erproben – und allen nützt’s. - sum

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