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Erneut Einsatz im Familienbad, Großeinsatz am Mehrfamilienhaus

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Von: Jan Schmitz

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Einsatz an der Hochstraße 88 in Lüdenscheid.
Einsatz an der Hochstraße in Lüdenscheid. © Cornelius Popovici

Zu zwei Einsätzen gleichzeitig musste die Feuerwehr Lüdenscheid am Donnerstag ausrücken - zu einem Mehrfamilienhaus und zum Familienbad Nattenberg. In beiden Fällen qualmte es.

Zu einem Großeinsatz rückte die Feuerwehr Lüdenscheid gegen 16.45 Uhr an die Hochstraße aus. Zeugen hatten den Notruf gewählt, weil aus einem Fenster in einem Mehrfamilienhaus Rauch drang. Der Bewohner befand sich nicht in der Wohnung, sodass die Einsatzkräfte mit Atemschutzgeräten die Lage in dem Mehrfamilienhaus erkundeten. Nach kurzer Zeit gab es Entwarnung. Die Ursache für die Rauchentwicklung war „Essen auf Herd“. Die Feuerwehr lüftete kräftig durch. Verletzt wurde niemand.

Für die Dauer des Einsatzes musste die Hochstraße komplett gesperrt werden. In beiden Richtungen kam es zu langen Staus. Die Polizei regelte den Verkehr.

Fast zeitgleich gab es einen Notruf aus dem Familienbad Nattenberg an der Talstraße. Erst vor einigen Tagen hatte es dort einen Massenanfall von Verletzten gegeben, als mehrere Jugendliche über Atemwegsreizungen geklagt hatten. Die Gründe dafür sind bislang ungeklärt. Der anfängliche Verdacht auf einen Chlorgas-Unfall bestätigte sich nicht. Feuerwehr und Rettungskräfte rückten mit einem Großaufgebot aus. Auch diesmal war die Feuerwehr ob der gemeldeten Rauchentwicklung alarmiert.

Vor Ort konnte am Donnerstag (4. August) jedoch schnell Entwarnung gegeben werden. Grund für den Notruf war laut einer Mitteilung der Stadt Lüdenscheid ein „qualmender Eisbecher“

Bislang Unbekannte hatten den Pappbehälter in einer Sammelumkleide des Hallenbads angezündet und dann in einen Spind geworfen. Die Feuerwehr Lüdenscheid löschte und entfernte den Becher und lüftete den verrauchten Gebäudeteil anschließend ausgiebig. Nach kurzer Zeit gaben die Brandbekämpfer den Bereich wieder frei. Verletzt wurde niemand.

„Als wir ankamen, war alles bereits geräumt, sodass wir direkt zur Tat schreiten konnten“, lobte Feuerwehr-Chef Christopher Rehnert die Betreiber des Freizeitbads. Binnen weniger Minuten sei der Einsatz beendet gewesen. Grund zur Panik habe nicht bestanden, weil es „nicht zu einer starken Rauchentwicklung oder einem Brand“ gekommen sei, so Rehnert.

„Allerdings ist es ärgerlich und in keiner Weise nachvollziehbar, einen Gegenstand anzuzünden und das Risiko in Kauf zu nehmen, damit Menschen in Gefahr zu bringen.“ Die Feuerwehr war mit 15 Einsatzkräften und drei Fahrzeugen vor Ort.

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