Die Projekte für die Altstadt werden konkret

+
Der Altstadt-Ring aus der Vogelperspektive. Unten tut sich eine Menge, um sie zu erhalten und attaktiver zu machen.

Lüdenscheid - In der Ratssitzung am 1. September wird den Mitgliedern eine Beschlussfassung der Verwaltung vorliegen, dessen Verabschiedung weitreichende Folgen für die Zukunft der Altstadt haben könnte. Denn dann liegt das integrierte Handlungskonzept für den Stadtkern vor, auf dessen Basis der Förderantrag beim Land gestellt wird, um möglichst genügend finanzielle Mittel für die Umsetzung der Projekte zu erhalten.

Am Mittwochabend präsentierten Martin Bärwolf, Lars Bursian und Stefan Frenz von der Verwaltung sowie die Berater Jens Cüppers von der Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft (steg) NRW und Reinhard Richter von der Richter-Beratung vorab die zentralen Ergebnisse des Handlungskonzeptes im Bürgerforum des Rathauses. Bürgermeister Dieter Dzewas hatte zuvor bei der Begrüßung der rund 100 Interessierten betont, dass bei allen wünschenswerten Investitionen die Haushaltslage der Stadt, sprich: die Einhaltung des Haushaltssicherungskonzeptes oberste Priorität habe. Daher hat die Steuerungsgruppe für das Altstadt-Konzept, in der auch viele Ämter der Verwaltung eingebunden sind, aus einer Liste von 50 Projekten „nur“ 17 Schlüsselprojekte herausgearbeitet, die sie als vordringlich ansieht.

Einmal mehr war am Dienstagabend die Präsentation des integrierten Handlungskonzepts Altstadt im Bürgerforum des Rathauses gut besucht. - Foto: Messy

Klar ist danach, dass Volkshochschule und Musikschule in der Altstadt bleiben sollen. Allerdings seien die Räume für die Musikschule im alten Postamt an der Altenaer Straße nicht mehr adäquat für die aktuelle Nutzung. Daher schlagen die Planer vor, das Grundstück an der Ecke Hochstraße/Staberger Straße in direkter Nachbarschaft zu den Staberger Gymnasien für einen Neubau zu nutzen.

Außerdem soll es in der Altstadt zwischen Stadtbücherei, Stadtarchiv, Kulturhaus sowie Geschäften eine bessere Vernetzung geben. Die Altstadt soll kulturell ständig belebt werden, um auch über die Stadtgrenzen hinaus mit diesem Image zu werben.

Fassaden, Gärten und Gebäude sollen aufgefrischt werden, zudem ein kulturelles Begehungszentrum entstehen. Die Migrationsquote ist hoch, so dass die Altstadt ein Ort der Integration mit flankierenden Sozialparteien werden könnte.

Nicht zuletzt soll die Altstadt barrierefrei zugänglich werden, beispielsweise durch einen circa ein Meter breiten glatten Streifen, auf dem auch Kinderwagen oder Rollatoren abseits des Kopfsteinpflaster bewegt werden können. „Wir schließen sonst dauerhaft alte und junge Menschen aus der Altstadt aus. Das geht nicht“, betont Martin Bärwolf. Für alle diese Projekte und weitere muss ein Zeit-, Kosten- und Maßnahmenplan erarbeitet werden, der Basis des Förderantrags ist.  - von Martin Messy

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare