Spielmobil in die Böschung gefahren

Einbruch beim Kinderschutzbund: „Ein Stich in die Substanz“

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Verwüstung: Bei den Münzen und Scheinen handelt es sich indes nicht um Euro, sondern um Spenden in ausländischer Währung.

Lüdenscheid - Schock für den Lüdenscheider Kinderschutzbund (KSB): Erneut ist das Domizil der Organisation am Jahnplatz von Einbrechern heimgesucht worden. Es ist der zweite Einbruch innerhalb von gut fünf Wochen.

Bereits am 8. August waren Unbekannte in das Haus eingedrungen. Diesmal sind die Verwüstungen sogar noch schlimmer als damals.

Besonders bitter: Derzeit sind beim Kinderschutzbund die Vorbereitungen für das Weltkindertagsfest am Freitag in vollem Gange. Das Letzte was man da gebrauchen kann, ist ein Einbruch. KSB-Vorsitzender Uwe Hindrichs ringt dann auch um Fassung: „Es ist ein Stich in die Substanz.“ Ihr Unwesen trieben die Einbrecher dabei in der Nacht zu Dienstag.

Einbrecher waren extrem rabiat

Mit brutaler Gewalt sind die Einbrecher in die Geschäftsstelle des Kinderschutzbundes an der Jahnstraße eingedrungen.

Als KSB-Mitarbeiterin Katrin Nockemann am Dienstagfrüh zum Dienst erschien, bot sich ihr ein ganz übles Bild. Die Einbrecher waren extrem rabiat vorgegangen. Um in das Gebäude zu gelangen, hatten die Kriminellen ein Fenster an der Rückseite des Gebäudes aufgebohrt, die Scheibe ist zersplittert. Die Tür zum Büro stemmten die Täter mit brutaler Gewalt auf, die Schränke in dem Raum stehen offen. Überall liegen Unterlagen und Bürogegenstände verstreut – Chaos pur. Und auch in den anderen Räumen des Hauses haben die Einbrecher nach Beute gesucht.

Laptop, Beamer und Kamera gestohlen

Was genau alles fehlt, können Uwe Hindrichs und seine KSB-Mitstreiter momentan noch gar nicht sagen. Weg sind aber auf jeden Fall ein Laptop, ein Beamer und eine erst kürzlich angeschaffte Kamera.

Spielmobil in die Böschung gesteuert

Traurig und wütend nach dem zweiten Einbruch innerhalb von fünf Wochen: KSB-Vorsitzender Uwe Hindrichs.

Ganz ärgerlich dazu: Auch den Schlüssel des vor dem KSB-Sitz geparkten Spielmobils nahmen die Diebe mit. Sie versuchten sogar noch, das Auto selbst zu stehlen, steuerten den Wagen aber direkt in eine Böschung – Ende der Fahrt. Die Sorge beim KSB nun: Weil die Täter mit den Autoschlüsseln flüchteten, ist das für das Fest am Freitag unentbehrliche Spielmobil womöglich noch nachträglich gefährdet. Ein sicherer Stellplatz muss gefunden, ein kostspieliger Austausch der Schlösser vorgenommen werden. Enorm viel Arbeit also bis Freitag, wie alle beim KSB wissen.

Angesichts des Rückschlags für das gesellschaftliche Engagement des Vereins mischt sich dort Wut mit Enttäuschung. Uwe Hindrichs: „Wer macht so was eigentlich?“

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