Mäusebefall an der Gesamtschule beseitigt

Gut gelaunt beim letztjährigen Sommerfest: Schullleiter Frank Bisterfeld

Lüdenscheid - Die Adolf-Reichwein-Gesamtschule hatte ein Mäuseproblem. Inzwischen scheint das Problem behoben, doch dafür musste die Stadt an mehreren Stellen die Zwischendecken von Räumen austauschen.

Öffentlich wurde die Situation in der letzten Ratssitzung, als Peter Oettinghaus (Alternative für Lüdenscheid) von maroden Lüdenscheider Schulen sprach und Schulausschussvorsitzender Jens Voß (SPD) ihn aufforderte, die Feststellung zu konkretisieren. Oettinghaus legte nach, sprach von Mäuse- und Marderdreck aus der Decke, EDV-Problemen, defekten Jalousien und desolaten Fenstern der Gesamtschule.

Vermutlich durch die Fassadendämmung hätten sich die unerwünschten Gäste Richtung Lehrerzimmer gefressen, so Schulleiter Frank Biesterfeld, der von einem „aasigen Geruch“ berichtet. „Das war schon unappetitlich.“ Und Bisterfeld bedankt sich ausdrücklich bei der ZGW für die Hilfe. „Wenn wir ein Problem haben, sind die sofort da.“

Ganz selten seien derartige Vorfälle auch nicht, erklärt der Betriebsleiter der Zentralen Gebäudewirtschaft, Frank Kuschmirtz. Es komme eben auch an öffentlichen Gebäude zu einem solchen Befall. Und auch der Kammerjäger habe in diesem Fall nicht helfen können, so dass der bauliche Eingriff nötig geworden wäre – „eigentlich eine normale Geschichte“. Marder wurden bei der Maßnahme nicht gesichtet. „Darauf haben wir keine Hinweise.“

Die Mängelliste, die Oettinghaus zusammengetragen hat, ist damit allerdings längst nicht abgearbeitet, und sie dürfte tatsächlich teuer werden. Einige Problem könnten sicherlich durch Reparaturen und aus der allgemeinen Schulpauschale behoben werden. Dabei müsse man sehen, was unabweislich oder nur wünschenswert sei und auch, wie die vorhandenen Mittel insgesamt unter den Schulen aufzuteilen seien, so der ZGW-Chef.

Doch ein ernsthaftes Problem hat die Gesamtschule offenbar mit den Fenstern der ersten Generation, also fast 30 Jahre alt. Die Griffe sind zum Teil nicht mehr vorhanden, eigentlich die komplette Fenstertechnik defekt. Weder die Fenster selbst noch die Oberlichter lassen sich noch öffnen, und Ersatzteile dafür gibt es längst nicht mehr: „Da sind wir dann bei investiven Maßnahmen, da ist auch die Politik gefragt.“

Denn im angespannten Haushalt ist die Schulpauschale die einzige größere Quelle, und hier müsse auch darauf geachtet werden, wie die Verteilung erfolgt, sagt Kuschmirtz. So sind aktuell erhebliche Mittel für die Sanierung des Turnhallendachs am Bergstadt-Gymnasium gebunden. Die Leiter der anderen Schulen tragen diese Entscheidung mit, genau so, wie es bei der Pausenhalle der Staberg-Gymnasien der Fall gewesen sei. Für größere Sprünge allerdings ist zurzeit keine Luft.

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