Bundespolizei: "Lebensgefahr"

Ermittlungen nach Anschlag auf RB52: "Da verstehen wir keinen Spaß"

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Bahntechniker kümmerten sich um den Schaden an der Bahn.

Lüdenscheid - Nach dem Anschlag auf die Regionalbahn bei Brügge ermittelt die Bundespolizei. Sie macht klar: Der Zusammenstoß der RB52 mit dem Baumstamm und dem Betonteil hätte übel ausgehen können. 

Die Täter hatten am Montag etwa 600 Meter hinter dem Brügger Bahnhof einen Betonblock und einen Baumstamm auf den Gleisen platziert. Der Zug kam nicht mehr rechtzeitig zum Stehen und rammte die Hindernisse. Dabei wurde am Unterboden ein Hydraulikschlauch samt Muffe abgerissen.

Die beschädigte Regionalbahn musste langsam zurück nach Brügge geschleppt und auf einem Nebengleis geparkt werden. Dort trafen am Dienstag mit den Bahntechnikern Dirk Müller und Frank Banze zwei Fachleute ein, die den Zug zunächst fahrbereit machen und die Überführung zur DB-Regio-Werkstatt Dortmund vorbereiten sollten.

Das Team stellte fest, dass die Beschädigung der Hydraulikanlage unter dem Waggon dafür sorgt, dass der Zug seine Fahrtrichtung nicht mehr ändern kann. Das ist besonders wichtig für die Regionalbahn, die von Brügge aus „rückwärts“ den Sackbahnhof Lüdenscheid ansteuert. Dirk Müller: „Unter Umständen können solche Gegenstände einen Zug auch zum Entgleisen bringen.“

Die Bundespolizei ermittelt nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest. Achim Berkenkötter, Sprecher der Dortmunder Inspektion der Bundespolizei, sprach von Lebensgefahr und wies auf die möglichen Folgen hin. „Beim Überfahren der Betonteile durch Züge splittert der Stein, dadurch können sich einzelne Teile lösen, wirken wie Geschosse und können Personen treffen.“

Obwohl niemand verletzt wurde, laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Der Betonklotz und der Baumstamm wurden sichergestellt, um ihre Herkunft zu klären und auf Spuren untersucht zu werden. Berkenkötter: „Da verstehen wir keinen Spaß!“

Hinweise auf die Verursacher des Anschlags nimmt die Bundespolizei unter der kostenlosen Rufnummer 0800/6888-000 entgegen.

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