Rotznase und Superinfekt - kein Grund zur Panik

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Mit Tee und Tempos gegen den Infekt. Rund eine Woche plagen sich die Erkrankten mit einer klassischen Erkältung.

Lüdenscheid - „Es geht nicht um eine Grippe, sondern um einen grippalen Infekt“, stellt die Ärztin Dr. Claudia Stähle-Klose klar. Und was zurzeit halbe Abteilungen in Betrieben umhaut, ist andernorts überhaupt kein Thema.

„Wir haben überhaupt keine Ausfälle“, sagt zum Beispiel Christiane Langs-Blöink, Leiterin der Theodor-Heuss-Realschule. „Nach den Weihnachtstferien war das deutlich schlimmer.“ An anderen Schulen sind die Reihen des Kollegiums hingegen deutlich gelichtet.

„Gefährlich“ wird es in der Regel dort, wo viele Menschen dicht beisammen sind. „Es hat viele Mitarbeiterinnen erwischt und ebenso die Kinder“, sagt Ursula Speckenbach, als Abteilungsleiterin zuständig für die städtischen Kindergärten.

So unterschiedlich der Infekt zuschlägt, so ähnlich verläuft die Krankheit in aller Regel, weiß der Apotheker Dr. Joachim Schulz. Rund eine Woche sind die Opfer krank. Man fühle sich müde, weil der Körper gegen die Viren ankämpfe. Los geht’s dann mit der Nase, es folgen Hals und Bronchien. Ein Grund zur Sorge sei das nicht, sind sich der Apotheker und die Ärztin einig. Sich zwei Tage ins Bett zu legen, viel trinken, sich warm und die Nasenlöcher freihalten, das seien durchaus probate Mittel, um bald wieder in die Senkrechte zu kommen.

Sorgen machen sich die Fachleute um eine andere Klientel. Denn wer ohnehin krank ist, wird auch anfälliger für bakterielle Infekte, es droht die Superinfektion mit hohem Fieber und farbigem Auswurf. „Die Patienten müssen wir rausfischen“, sagt Dr. Stähle-Klose. Und erst dann, wenn Bakterien ins Spiel kommen, machten Antibiotika Sinn. Vorbei ist die Erkältungswelle längst noch nicht. Zum Wochenende hin wird’s deutlich wärmer. Wer dann zu leicht angezogen die Sonne genießt und sich im Schatten verkühlt, ist der Nächste auf der Krankenliste. - flo

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