„Es ist deutlich sauberer geworden“

Die Abfallstreife - ein Erfolgsmodell?

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Informierten: die Männer der Müllstreife (in Uniform) sowie Frank Ruffer, Martina von Schaewen, Heino Lange, Bernd Schildknecht und Laura Thomée (von rechts).

Lüdenscheid - Sie tragen blaue Uniformen und haben Amtsbefugnisse: Seit Juli sind die Männer der sogenannten Abfallstreife im Stadtgebiet unterwegs. Ihr Auftrag dabei: für mehr Sauberkeit sorgen. Die Mittel: eine direkte Bürgeransprache, Beratung, mitunter aber auch die Einleitung eines Verwarngeld-Verfahrens.

Und die Initiative ist bisher durchaus ein Erfolgsmodell. Das jedenfalls finden Heino Lange, Leiter des Stadtreinigungs- und Transportbetriebs Lüdenscheid (STL), Martina von Schaewen, Frank Ruffer und Laura Thomée vom Fachdienst Recht, öffentliche Sicherheit und Ordnung sowie Bernd Schildknecht als Vorsitzender des STL-Werksausschusses.

Die städtischen Vertreter nahmen gegenüber unserer Redaktion eine erste Bewertung des Projekts vor. Das Urteil von Bernd Schildknecht dabei: „Es ist deutlich sauberer geworden. Die gemeinsame Arbeit hat sich gelohnt und sollte fortgesetzt werden.“ Keiner, der da widersprach. In bisher 49 Fällen, weiß Laura Thomée, gab es Verwarngelder für Bürger – insgesamt 1910 Euro.

Bei dem Gespräch mit am Tisch waren auch die derzeit zwei Männer der Abfallstreife, die ihre Namen jedoch nicht unbedingt in der Zeitung lesen wollen. Anfangs gingen übrigens drei Ordnungsamts-Abgesandte auf Patrouille. „Bei einem aber hat es nicht gepasst“, sagt Martina von Schaewen. Ein neuer Kollege soll die Abfallstreife zum Jahresende aber wieder komplettieren.

Zur Erinnerung: Politik und Verwaltung hatten sich nach langer Diskussion über die Sauberkeit in Lüdenscheid in einer Konsens-Entscheidung zur Einführung der Abfallstreife entschlossen. Seit Sommer nun sprechen die Kontrolleure Müllsünder an, erinnern Anwohner daran, was alles nicht auf auf den Sperrmüll gehört und beobachten besonders die Situation rund um die Wertstoffsammelstellen. Von denen gibt es knapp 100 in der Stadt. Rund 25 davon sind laut Heino Lange Problemfälle mit in der Vergangenheit oft starker Vermüllung.

Die Abfallstreife kann grundsätzlich zu jeder Tageszeit überall im Stadtgebiet auftauchen. Uniformiert oder in Zivil. E-Bikes erleichtern dabei ihre Fortbewegung. Der Wunsch von Lange und Schildknecht: Die Patrouille soll sich dauerhaft in Lüdenscheid etablieren.

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