Kinder-Uni der FH will für Technik begeistern

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Jeder Student wurde mit Klemmbrett, Stift und Block ausgestattet – und hatte im Vorfeld natürlich einen Studentenausweis erhalten.

[Update 15.30 Uhr] Lüdenscheid -  „001 oder 007 – und die Frage, wie ein Computer Bilder und Töne abspeichert“ – nach der Premieren-Vorlesung der 1. Lüdenscheider Kinder-Uni gingen am Dienstag 260 Mädchen und Jungen als kleine Computerspezialisten nach Hause.

Ein Klemmbrett unter dem Arm, den Block vollgeschrieben mit wichtigen Informationen und einen wissenden Blick im Gesicht – dies war das Bild, das sich am Dienstagnachmittag den Eltern im Kulturhausfoyer bot. 260 Mädchen und Jungen sorgten für eine gelungene Premiere der 1. Lüdenscheider Kinder-Uni der Fachhochschule Südwestfalen – und sie alle gingen am Ende der Vorlesung ein bisschen schlauer nach Hause.

Es war Prof. Dr. Andreas de Vries, der den Auftakt der dreiteiligen Veranstaltungsreihe gestaltete und sich den wissbegierigen jungen Studenten im großen Saal des Kulturhauses stellen musste. Unter denen weilte auch Bürgermeister Dieter Dzewas, der selbst einmal an der Märkischen Fachhochschule studiert hatte und den Kindern von einer Zeit ohne Tablets und Smartphones, dafür aber mit Bibliotheksbesuchen erzählte. Er freute sich, dass es die Kinder-Uni der FH nun auch in Lüdenscheid gebe und so viele Mädchen und Jungen zu einer gelungenen Premiere beitrugen.

Kinder-Uni der FH-Südwestfalen im Kulturhaus

Und dafür sorgte nicht zuletzt Prof. Dr. Andreas de Vries, der kurzfristig auf seinen Kollegen verzichten musste. Doch auch alleine beziehungsweise mit Unterstützung von Kuschelente Nelly gelang es ihm, die Aufmerksamkeit der Kinder auf sich zu ziehen – und das trotz des komplexen Themas. Dazu trug vor allem auch der eingangs gezeigte Ausschnitt eines James-Bond-Films bei: Schließlich lautete das Thema der Premieren-Vorlesung „001 oder 007, wie arbeiten Computer?“ Daher gingen die jungen Studierenden gemeinsam mit dem Spezialisten der Frage nach, wie ein Computer Bilder und Töne abspeichert. Vom Prinzip eines Daumenkinos über die Illusion von bewegten Bildern ging es zum Zauberwort „Digitalisieren“. Anhand eines Pixels erläuterte der Professor die Schwierigkeit eines Computers, nur Zahlen abspeichern zu können, seine begrenzten Farbwerte sowie die Farbmischungen. Und auch das Abspeichern von Tönen, bei dem einzelne Signale abgetastet werden, erklärte de Vries eindrucksvoll mit Hilfe der Kinder.

Trotz des wissenschaftlichen Themas schaffte der Dozent es, die Zusammenhänge kindgerecht zu erklären. Immer wieder bezog de Vries seine Zuhörer mit ein und ließ somit keine Langeweile aufkommen. Die nahmen die Sache natürlich auch ernst, folgten den Ausführungen mit großen Augen und machten sich eifrig Notizen.

Und so ging am Ende der Kinder-Uni auch so mancher kleine Student mit einem vollgeschriebenen Blatt voller Neuigkeiten nach Hause – unterschrieben vom Professor höchstselbst – und der Vorfreude auf die Vorlesung in der nächsten Woche.

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