Erfolge im Kampf gegen Raser

LÜDENSCHEID ▪ Erfolge im Kampf gegen Raser: Das „Poli-scan-Speed-System“ am Autobahnzubringer Lüdenscheid Nord, im Volksmund einfach „Blitzer“ genannt, zeigt offenbar Wirkung. Im ersten halben Jahr „spielte“ die Anlage rund 400 000 Euro ein, in den zurückliegenden zehneinhalb Monaten „nur noch“ knapp 300 000 Euro. Das geht aus einer aktuellen Berechnung des Kreises hervor.

Zwischen dem 1. Mai 2011 und dem jüngsten Auswertetag am 11. März sind demnach 14 078 Auto- und Motorradfahrer schneller als mit den erlaubten 60 Km/h an der Säule vorbeigefahren – die meisten von ihnen aber nur geringfügig zu schnell. Der Löwenanteil von 6947 Fahrern überschritt das Tempolimit um bis zu zehn, weitere 6228 um bis zu 20 Stundenkilometer. Für sie setzte es eine Verwarnung von zehn beziehungsweise 20 Euro.

Mit Bußgeldern bestrafte der Fachdienst Verkehrsordnungswidrigkeiten des Märkischen Kreises seit Mai vergangenen Jahres 903 Verkehrsteilnehmer. 806 waren bis zu 90 Km/h schnell, 88 wurden bei Geschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern gemessen.

Die Gesamthöhe der Verwarnungs- und Bußgeldbescheide an dieser Stelle ist damit deutlich gesunken – von monatlich durchschnittlich 66 670 im ersten Halbjahr nach Einrichtung des Blitzers auf 28 570 pro Monat in den vergangenen zehneinhalb Monaten. Trotzdem sterben die Unverbesserlichen nicht aus. Obwohl das Tempolimit auf Schildern nicht zu übersehen ist, fuhren sieben Auto- und Motorradfahrer mit bis zu 110 Stundenkilometern an der Säule vorbei, einer hatte rund 120 Km/h drauf. Den „Spitzenreiter“ blitzte die Anlage am 27. Februar mit Tempo 135. Das kostete ihn 440 Euro und zwei Monate Fahrverbot.

Die Anschaffung des Gerätes im Herbst 2010 für 90 000 Euro hat sich für den Kreis rechnerisch nach eineinhalb Monaten amortisiert. Und offensichtlich funktioniert es, das Prinzip Abschreckung.

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