Neubau am Bahnhof soll 2015 stehen

Der wilde Parkplatz in der Bildmitte entspricht etwa der Grundfläche des Neubaus.

LÜDENSCHEID  - Bereits am 15. April sollen die Erdarbeiten beginnen. Mit etwa einem Jahr Bauzeit rechnet Projektentwickler Roland Rothmann für den Neubau des „Wohn- und Geschäftshauses Bahnhofsallee“, so die offizielle Bezeichnung für das neue Bahnhofsgebäude.

Das bedeutet, dass bereits im Sommer kommenden Jahres die Geschäfte und Dienstleister den Betrieb aufnehmen und Mieter die Wohnungen beziehen könnten. Bauherr ist der private Investor Horst Großbötzl aus Iserlohn, der sich vom Konzept der Denkfabrik überzeugt gezeigt habe.

Baukörper

Geplant ist ein viergeschossiges Gebäude in U-Form, das heißt mit einem Innenhof in Richtung der Fachhochschule. Der Gebäudeschenkel parallel zu den Bahngleisen wird nur einstöckig und enthält Wirtschaftsräume und Garagen. Auf einen Keller wird verzichtet. Im Rahmen der Erdarbeiten muss der aufgeschüttete Boden verbessert werden, um das Fundament gießen zu können. Der Neubau ist eingegrenzt durch die Gleisanlagen, die Bahnhofsallee und den Busbahnhof. Insgesamt geht es um ein Grundstück von 1019 Quadratmetern, von denen 500 Quadratmeter überbaut werden.

Ladenlokale

Fahrschule, Kiosk und Reisebüro wechseln auf die andere Seite der Bahnhofsallee.

Vorgesehen sind fünf Ladenlokale, Taxizentrale und Wartebereich im Erdgeschoss. Nur eines der Ladenlokale mit einer Größe von etwa 60 Quadratmetern sei noch unvermietet, hieß es gestern bei der detaillierten Vorstellung des Projekts. Aus der alten Ladenzeile gegenüber werden Kiosk samt Reisebüro, Taxizentrale und die Fahrschule Jürgen Huhn (1. Obergeschoss) nach der Fertigstellung die Straßenseite wechseln. Klar ist auch, dass ein Friseur, eine Bäckerei und ein Imbiss im Erdgeschoss ihren Platz finden sollen. Im ersten Obergeschoss sollen neben der Fahrschule eine Arztpraxis und ein Personaldienstleister einziehen. Damit sei diese Etage komplett vermietet. Er freue sich außerordentlich, dass die Mieter der gegenüberliegenden Pavillons während der Entwicklungs- und Planungsphase Geduld und Vertrauen bewahrt hätten und nun in den Neubau umzögen, bedankte sich Rothmann in diese Richtung. Die Ladenezeile an der Bahnhofsallee wird nach dem Umzug überflüssig. Die Gebäude an der steilen Böschung zur Altenaer Straße stehen dann vor dem Abriss.

Wohnungen

Insgesamt zehn Wohnungen werden in den beiden oberen Etagen untergebracht, sechs Zweizimmerwohnungen in einer Größe von 60 und vier Dreizimmer-Wohnungen mit 90 Quadratmetern. Zielgruppe sind Senioren, die stadtnah wohnen möchten, eventuell Pendler, die die Bahn nutzen, oder Lehrpersonal der benachbarten Fachhochschule. Erschlossen werden die oberen Stockwerke von der Seite der Bahnhofsallee durch ein Treppenhaus und einen großen Fahrstuhl.

Wartebereich

Wohnungen mit Loggien in den Obergeschossen, Handel und Dienstleistung auf den Ebenen eins und zwei. So sieht die Ansicht von der Seite des Busbahnhofs aus.

In städtischer Regie befindet sich der Wartebereich mit öffentlicher Toilette für Bahnkunden, der auf der Seite der Gleise untergebracht ist. Um von dort trockenen Fußes zum haltenden Zug zu gelangen, wird das vorhandene Dach in Richtung des Gebäudes verlängert, auch an das Gebäude selbst wird ein kurzes Dach angebaut. Verbaut wird ein taktiles Pflaster, um die barrierefreie Erreichbarkeit sicherzustellen.

- flo

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