„Erbsensuppe des DRK ist immer lecker“

Manfred Fechter, Sebastian Pradler, Antonio Mbala und Sebastian Wabit (v.l.) waren am Samstag des erste Team, das in diesem Jahr Erbsensuppe verkaufte.

LÜDENSCHEID ▪ So manch einer hat das weiße DRK-Zelt samstags auf dem Sternplatz vermisst. Und auch das nasskalte Wetter am Wochenende konnte die „Fans“ der Erbsensuppe des Roten Kreuzes nicht davon abhalten, sich eine kleine oder große Portion schmecken zu lassen. Die Winterpause ist zu Ende – und das ist gut so, denken viele.

Nicht nur für Lüdenscheider gehört die Erbsensuppe des DRK zu einem beliebten Ritual. Viele kommen regelmäßig, manche jeden Samstag, andere vielleicht einmal im Monat und wieder andere zumindest dann, wenn sie ohnehin etwas in der Stadt zu erledigen haben.

Gekocht wird die Suppe immer frisch, seit dem Sommer in der neuen Suppenküche, die das DRK eigens auf dem Gelände an der Hochstraße eingerichtet hat. Rund 200 Liter, bestehend unter anderem aus 15 Kilogramm Erbsen sowie Kartoffeln, Mett- und Fleischwurst. Speck und Schweinefleisch, sind es, die ab jetzt wieder Woche für Woche über die Theke gehen. In der Regel sind die Thermobehälter, mit denen das Team die Erbsensuppe zum Sternplatz bringt, zwischen 13 und 14 Uhr leer. An diesem Samstag bedienten Manfred Fechter, Sebastian Pradler, Antonio Mbala und Sebastian Wabit die hungrigen Gäste.

„Wenn man überlegt, was das für eine Arbeit ist, so eine Suppe selbst zu kochen“, sagt zum Beispiel Helga Giese. Wenn sie samstags um die Mittagszeit in der Stadt ist, isst sie gerne eine Portion Erbsensuppe. Aber wenn sie früher unterwegs ist, darf es auch mal etwas auf dem Markt sein. Die Brüder Jürgen und Ulrich Hagedorn haben sich gleich beides gegönnt. Zuerst eine Lüdenscheider Bratwurst auf dem Wochenmarkt – eine echte Kindheitserinnerung wie Ulrich Hagedorn betont – und später noch eine Schüssel voll DRK-Erbsensuppe. Sie sind gebürtige Lüdenscheider, leben aber schon rund 40 Jahre in Köln.

Die Verweildauer ist bei dem nasskalten Wetter am Samstag zwar nur kurz, aber die Plätze an den Biertischgarnituren im Zelt füllen sich immer wieder schnell. Deutlich mehr Gäste essen ihre Suppe lieber vor Ort, auch wenn das DRK Portionen zum Mitnehmen anbietet. Zweimal gibt es einen lauten Knall, als der Wind das Schild umwirft, mit dem das DRK für die Erbsensuppe wirbt. Aber eigentlich ist das Schild überflüssig. Denn die meisten, die vorbeigehen, wissen, was es heißt, wenn das DRK-Zelt samstags auf dem Sternplatz steht.

Fans hat der deftige Eintopf auch in Schalksmühle: Rainer Zimmer zum Beispiel kommt immer wieder gerne – und betont, dass es Zeit geworden sei, dass auch die letzten Weihnachtsmarktbuden verschwunden seien. Helmut Horn, ebenfalls aus Schalksmühle, ist mit seiner Enkelin unterwegs, als er – endlich – wieder den Stand des DRK sah. Er ist ein absoluter Stammgast. Die Suppe schmeckt auch Uschi Lingstädt aus Kierspe – sie kommt mit ihrem Mann hin und wieder ins Zelt. Diesmal trafen sie gleich auf Verwandschaft, denn Irene und Wilfried Höllermann mit Hündin Merle gehören auch zu den Stammgästen.

Selbst die kleine Celine freut sich sichtlich auf ein paar Löffel aus dem Teller von Mama Christin Geitz. Und einen Tisch weiter sitzt das Ehepaar aus Plettenberg, das sich zuvor in einer Bäckerei zwei Brötchen gekauft hat: „Die schmecken dazu.“ Einig sind sich alle: Die kultverdächtige Erbsensuppe des DRK „ist immer wieder lecker.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare