Equal Pay Day: Petra Crone redete im Bundestag

Petra Crone (r.) mit Frauenministerin Manuela Schwesig bei der zentralen Kundgebung vor dem Brandenburger Tor.

Lüdenscheid - Am Freitag war der Tag, bis zu dem Frauen arbeiten müssten, um denselben jährlichen Durchschnittslohn wie Männer zu erwirtschaften. 22 Prozent beträgt die unbereinigte Lohnlücke und ist damit seit Jahren fast unverändert.

Die Kiersper SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Crone erklärt: „Diese Ungleichheit müssen wir endlich beenden. Dafür werden wir dieses Jahr den entscheidenden Schritt machen und die von Frauenministerin Manuela Schwesig geplanten gesetzlichen Regelungen zur Herstellung von Entgeltgleichheit auf den Weg bringen.“

„Es ist blamabel, dass das wirtschaftlich erfolgreiche Deutschland in dieser Hinsicht EU-weit unter den Schlusslichtern ist“, merkt Petra Crone an. Selbst wenn man aus der Statistik herausrechne, dass Frauen öfter in Teilzeit arbeiten, für die Familie im Beruf pausieren und seltener in Führungspositionen seien, bliebe eine Lohnlücke von sieben bis acht Prozent. Dabei handle es sich um unmittelbare Lohndiskriminierung.

Darauf wiesen am gestrigen Equal Pay Day diverse Aktionen hin, unter anderem eine große Kundgebung am Brandenburger Tor. Petra Crone redete gestern zudem zu diesem Anlass vor dem Deutschen Bundestag über das Thema Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern. „Ich bin froh, dass nun endlich Taten folgen, damit dieser Missstand beendet wird. Gesetzliche Regelungen zur Entgelttransparenz sind dabei ein riesiger erster Schritt“, sagte Petra Crone. Nur wo Lohndiskriminierung offengelegt werde, könne sie bekämpft werden.

Doch Transparenz alleine reiche ihr nicht, um die Lohnlücke zu schließen. „Berufe, in denen hauptsächlich Frauen arbeiten, müssen besser entlohnt werden. Der Mindestlohn hat uns dabei ein großes Stück vorangebracht. Darüber hinaus müssen die frauentypischen Berufe und deren Anforderungen neu bewertet werden.“

Genauso wichtig sei es, die Kinderbetreuung auszubauen und die Partnerschaftlichkeit in den Familien zu stärken.

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