Entwurf für Klettergarten auf Familienplatz steht

Der Jahnplatz-Entwurf: Auf acht 13 Meter hohen Masten ruht die Kletter-Konstruktion von Daniel Atorf.

LÜDENSCHEID - Daniel Atorf ist, wie er selber sagt, Hochseilgärtner. Der gebürtige Lüdenscheider, der in Gevelndorf zur Schule ging und heute in Köln lebt, will in seiner Heimatstadt einen Klettergarten betreiben, wenn der Bürgerentscheid am Sonntag grünes Licht für den Familienplatz gibt.

Gebaut hat Atorf schon viele solcher Anlagen, und von Köln aus verfolgte er gespannt die Lüdenscheider Spielplatz-Diskussion. Bis ihm der Gedanke kam, einen Traum zu verwirklichen und in Lüdenscheid erstmals selbst eine Anlage im Wert von 60- bis 70 000 Euro zu betreiben, um für den Platz eine große Attraktion zu schaffen. Groß wäre sie allemal: 13 Meter hoch würden acht Masten aufragen, die gesamte Anlage ist laut Atorfs Entwurf neun Meter breit und 28 lang. Das Besondere: Atorf will auf dem Mehrgenerationenplatz „das Erlebnis der Höhe auch für Menschen mit Behinderungen erfahrbar machen“. Über eine Brücke aus dem Böschungsbereich sollen auch Rollstuhlfahrer eine der beiden Kletter-Ebenen erreichen können.

Die Anlage würde in den Sommerferien ganztägig, ansonsten freitags bis sonntags oder nach Bedarf etwa für Kindergeburtstage betrieben werden. Abends, in der Woche und im Winter würden die Seile hochgezogen. Das Sicherungssystem, das Kletterer vor Abstürzen bewahrt, würden Teilnehmer auf einem kleineren Gerüst neben dem großen erlernen. Es kann ansonsten ganzjährig als kostenloses Spielgerät genutzt werden.

Im Stadtrat am Montag hatte Hermann Morisse (Grüne) den Klettergarten als „Sponsoring“ für den Familienplatz angekündigt. Tatsächlich würde der diplomierte Sportlehrer Atorf, der als Outdoortrainer auch Erlebnispädagogik für Schulklassen anbietet, die Anlage errichten, „ohne dass der Stadt Kosten entstehen“. Allerdings müsste er für die Nutzung Eintrittsgelder nehmen, deren genaue Höhe er noch nicht beziffern kann. „Alles steckt ja im Entwurf, alles ist noch veränderbar – auch mit der Stadt muss vieles noch besprochen werden.“

Käme Atorf denn auch nach Lüdenscheid, wenn das Bürgerbegehren gegen den Jahnplatz durchkommt? „Über einen anderen Standort hier“, sagt er, „habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.“

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