Enttäuschende Bilanz des Ramandan-Festivals

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Attila Demir war mit seinem Stand aus Herne nach Lüdenscheid gekommen. „Gelohnt hat sich das nicht. Das Geschäft lief schlecht.“

Lüdenscheid  - Und wieder war es das Wetter, das am Wochenende für Enttäuschung und gedrückte Stimmung bei den Veranstaltern des Ramadan-Festivals auf der Hohen Steinert sorgte. Der 31-jährige Lüdenscheider Volkan Cebir, der das Festival gemeinsam mit dem 27-jährigen Neuenrader Ahmet Tasdemir organisiert hatte, zog am Samstagabend, dem vorletzten Veranstaltungstag, Bilanz – und machte neben Regen und Gewittern auch noch einen anderen Faktore aus, der seiner Meinung nach dafür verantwortlich war, dass das Ramadan-Festival nicht zu dem gewünschten Erfolg hatte werden können.

„Die Politiker aus Lüdenscheid haben uns allein gelassen. Wir hatten alle, wirklich alle, eingeladen, hier bei uns auf einen Gastbesuch vorbeizuschauen. Gekommen ist aber nur Bürgermeister Dieter Dzewas – und das nur kurz zur Eröffnung am ersten Tag“, erklärte Volkan Cebir. Und auch der Integrationsrat der Stadt Lüdenscheid habe dem Festival nur eine kurze Stippvisite gegönnt: „Zwei Leute waren kurz hier“, berichtete Volkan Cebir. Besonders beschämend sei der mangelnde Zuspruch aus Lüdenscheid, weil der komplette Integrationsrat der Stadt Iserlohn extra zum Festival nach Lüdenscheid gekommen sei, betonte Cebir.

Erklären konnte sich der junge Festival-Veranstalter das Ausbleiben der Lokalpolitiker nicht. „Es wird doch immer von Integration gesprochen. Und dann stellen wir hier etwas richtig Großes auf die Beine – und werden so im Stich gelassen.“

Im Gegensatz zu den Offiziellen der Stadt hatten die Bürger Lüdenscheids und der umliegenden Städte und Gemeinden das Angebot des Ramadan-Festivals durchaus angenommen, konnte Volkan Cebir berichten. „Es kamen wirklich viele Menschen zu uns, die unsere Kultur, unsere Religion und natürlich auch unsere kulinarischen Köstlichkeiten kennenlernen und probieren wollten. Und ihnen hat es, so haben sie uns immer wieder berichtet, wirklich gut bei uns gefallen.“

Dennoch: Der hohe Organisationsaufwand, die rund 80 aus ganz Deutschland, aus Belgien und den Niederlanden angereisten Händler und die vielen Pagodenzelte – gelohnt habe sich das alles nicht, erklärte Volkan Cebir. Diesen Eindruck stützte auch Attila Demir, der mit seinen Stand für Haushaltswaren aus Herne zum Ramadan-Festival nach Lüdenscheid gekommen war. „Das Wetter hat nicht mitgespielt. Deshalb lief das Geschäft auch gar nicht gut. Das ist schade, auch für die Veranstalter!“, zog der Händler seine persönliche Bilanz.

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