Entsetzen über Todesopfer aus Partnerstadt Leuven

LÜDENSCHEID/LEUVEN ▪ „Das ist so schrecklich, das kann man gar nicht in Worte fassen“, sagte ein erschütterter Bürgermeister Dieter Dzewas am späten Abend. Wenige Stunden zuvor hatte er erfahren, dass mindestens acht der bei dem furchtbaren Unglück in einem Schweizer Tunnel getöteten Businsassen aus der Lüdenscheider Partnerstadt Leuven stammen.

Worte musste Dzewas dennoch finden, denn noch am Abend kondolierte die Stadt Lüdenscheid offiziell. Hätte er auch nur etwas eher von dem schrecklichen Schlag für Leuven erfahren, dann wäre er noch zur großen Trauerfeier in die Kirche Sint Pieterskerk von Leuven gereist, wo viele Menschen Kerzen für die Opfer entzündeten, sagte Dzewas. So aber werde er, wenn es möglich ist, die nächste Möglichkeit nutzen, um den Leuvenern die Anteilnahme der Lüdenscheider Bevölkerung auszurichten.

Trauer um Opfer des Busunglücks in Leuven:

Trauer um Opfer des Busunglücks bei Messe in Leuven

Bei dem Unglück starben 22 elf- bis zwölfjährige Kinder und sechs Erwachsene auf dem Heimweg von einer Skifreizeit. Ein deutscher Jugendlicher wurde verletzt. Die Ursache des Unglücks ist noch ungeklärt (Berichte im Hauptteil).

Den ganzen Abend über habe Stadt-Pressesprecher Wolfgang Löhn versucht, nähere Informationen aus der Partnerstadt zu erhalten. „Die acht Opfer waren unser letzter Stand“, sagte der Bürgermeister. Der Ort Heverlee, aus dem die belgischen Opfer offenbar durchweg stammen, ist ein Stadtteil von Leuven.

Die Städtepartnerschaft zwischen Leuven und Lüdenscheid besteht seit annähernd 25 Jahren. Seit ihrer Begründung am 30. März 1987 besuchten tausende Bürger aus der früheren Garnisonsstadt die Belgier und umgekehrt.

Nun ist das anstehende Partnerschafts-Jubiläum von dem furchtbaren Ereignis überschattet.

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