Entschieden: Das wird in Lüdenscheid alles teurer

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Lüdenscheid - 2019 wird für Lüdenscheid einige Neuerungen mit sich bringen: In ihrer letzten Sitzung des Jahres stimmten die Mitglieder des Rats am Montag über diverse Beschlussvorlagen ab - darunter auch einige Gebührenerhöhungen.

Strittig waren die insgesamt 27 Tagesordnungspunkte nicht, allesamt wurden beschlossen. Darunter unter anderem die Durchführung der neuen Dauerausstellung in den Museen der Stadt Lüdenscheid, eine Auszahlung von 780.000 Euro für Maßnahmen im Schulbereich, Gebührenerhöhungen und der im nächsten Jahr geplante Ausbau der Straße Zum Weißen Pferd. 

Die Ersterschließung in 2019 ist, wie berichtet, bereits beschlossen worden. Nach jüngsten Diskussionen um die Höhe der beitragsfähigen Kosten (774.000 Euro), an denen die Anlieger der Straße Zum Weißen Pferd zu 90 Prozent beteiligt werden, gab es jedoch einen weiteren Antrag der SPD- und CDU-Fraktion. 

Demnach sollen die Kosten gesenkt werden, indem auf den Ausbau eines Gehwegs rechtsseitig in Fahrtrichtung Mathildenstraße zwischen der Zufahrt zum Parkplatz des Friedhofes und der Zufahrt zur Friedhofskapelle verzichtet wird. Wie berichtet, bedeutet der Kompromiss allerdings nur Einsparungen in Höhe von etwa 20.000 Euro. Die Ratsmitglieder stimmten einstimmig dafür – vier enthielten sich. 

Mehr Pflichten und höhere Gebühren 

Darüber hinaus standen Gebührenerhöhungen für Abfallentsorgung, Straßenreinigung, Friedhofsgebühren und Abwasser auf dem Plan (wir berichteten). „Über die Erhöhung der Müllgebühren wurde viel diskutiert – für die einzelne Person bedeutet das in der Woche aber vielleicht einen Anstieg von 50 Cent“, betonte Bernd Schildknecht (SPD), Vorsitzender des STL-Werksausschusses. 

Lesen Sie hier mehr zu den Gebührenerhöhungen

Als Gründe für die Erhöhung wurden unter anderem die zunehmende Vermüllung und die Tendenz der Haushalte zu kleineren Tonnen aufgeführt. Kurz diskutiert wurden in diesem Zuge auch die neuen Pflichten für Bürger. In Zukunft sollen Anlieger etwa Unkraut von Gehwegen und teils sogar Müll selbst entfernen. 

Vieles sei daran noch unklar, auch, was die mögliche Bestrafung angeht, sagte CDU-Ratsherr Oliver Fröhling. Verabschiedet wurden die Vorgaben trotzdem – allerdings unter der Prämisse, dass die Formulierungen bis zur ersten Ratssitzung im nächsten Jahr noch einmal kontrolliert und dann gegebenenfalls angepasst werden. Bis dahin gelte, wie bislang vorzugehen, sagte Bürgermeister Dieter Dzewas.

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