4,5-Millionen-Euro-Bürgschaft im Jahr 1993

Im Millionenpoker um Enervie fallen ab 18. Juni die Entscheidungen

Für die Enervie-Gruppe stehen wichtige Entscheidungen bevor.

Lüdenscheid - Der zeitliche Druck zur Entscheidungsfindung über den angeschlagenen Energieversorger wächst. In Hagen entscheidet der Rat am Donnerstag, 18. Juni, über die weitere Stützung des Unternehmens.

Zu diesem Zeitpunkt müssen die Fakten der Unternehmensberatung Roland Berger zur Zukunftsfähigkeit von Enervie vorliegen. Am darauffolgenden Montag, 22. Juni, muss auch die Lüdenscheider Entscheidung fallen über 15 Millionen Euro, die von der Stadt Lüdenscheid zur weiteren Finanzierung fließen sollen. Bekannt wurde in der nichtöffentlichen Sitzung des Hauptausschusses am Donnerstag zudem eine weitere Bürgschaft der Stadt in Höhe von 4,5 Millionen Euro, die die Stadt Lüdenscheid bereits im Jahr 1993 bereitgestellt hatte.

Darin ging es erneut um diese Mittel, die offenbar doch über eine Bürgschaft, allerdings ohne Bedingungen, bereitgestellt werden müssten. Anfang des Monats war noch von einem Gesellschafterdarlehen die Rede gewesen. 40 Millionen werden von der Stadt Hagen als Beteiligung der Gesellschafter erwartet.

Unverändert ist der Kenntnisstand, dass ohne dieses frische Geld die Fortführung des Betriebes nicht möglich sein werde, heißt es in der Politik. Es werde benötigt für die Fortführungsbestätigung durch die externen Berater, die erst damit den Abschluss für 2014 testieren und eine positive Fortführungsprognose stellen könnten.

Entscheiden sich Politik und der Entsorger Remondis als weiterer Gesellschafter für die Hilfe, müsste für Lüdenscheid die Erstellung eines Nachtragshaushalts erfolgen.

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