Engagement gegen das Vergessen

Vor zwei Jahren waren die Mitglieder der Initiative auf dem jüdischen Friedhof am Ramsberg aktiv.

Lüdenscheid - Sie kämpfen gegen das Vergessen, haben es sich zur Aufgabe gemacht, dass die Verbrechen während der NS-Herrschaft nicht in Vergessenheit geraten und gleichzeitig die Erinnerungen an das einst so florierende jüdische Leben aufrecht erhalten werden: Vor zwei Jahren gründeten junge Menschen aus ganz Deutschland die Initiative „Niemand wird vergessen“.

Erstes Projekt damals war die Pflege und Instandsetzung des jüdischen Friedhofes am Lüdenscheider Ramsberg. Nachdem im vergangenen Jahr kein geeignetes Projekt gefunden wurde, steht Ende der Woche nun der nächste Einsatz für die Initiative an – und zwar in der Stadt Burg bei Magdeburg in Sachsen-Anhalt: „Da wir ein bundesweiter Zusammenschluss sind, wollten wir unsere Tätigkeit nicht auf NRW reduzieren“, heißt es von den Verantwortlichen, die sich freuen, eine neue Aufgabe gefunden zu haben.

Nach einer Friedhofsbesichtigung im April und in Absprache mit der jüdischen Gemeinde wird die Gruppe vom 19. bis 22. Juni auf dem Gelände des Friedhofes Verschönerungsmaßnahmen ergreifen. „Wir haben uns zur Aufgabe gemacht, die Gräber wieder herzurichten, um so das Gedenken an die verblichene jüdische Gemeinde aufrecht zu erhalten“, heißt es von der Initiative, die – wie schon vor zwei Jahren in Lüdenscheid – Efeu schneiden, Moos und Unkraut entfernen und Laub fegen möchte.

„Das Projekt in Lüdenscheid hat uns allen viel Spaß gemacht und wir wollten das gerne fortsetzen“, erzählt Arne Vollmerhausen stellvertretend. Man habe sich auch in der näheren Region umgesehen, erfreulicherweise habe es hier jedoch keinen Handlungsbedarf gegeben. Da die Gruppen-Mitglieder in ganz Deutschland verteilt seien, sei dann dieses Jahr der Kontakt nach Burg entstanden. „Und dort sind wir auf offene Ohren gestoßen.“

Mit ihrem Engagement möchte die Initiative einen ganz aktiven Beitrag dazu leisten, „die verbliebenen Fragmente des jüdischen Lebens in Ehren zu halten“. - kes

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