Enervie: „Erhebliche Entlastung der Netzkunden“

Lüdenscheid - Der regionale Netzbetreiber Enervie AssetNetWork GmbH (EAN), ein Unternehmen der EnervieGruppe, Hagen, hat die bei der Bundesnetzagentur ursprünglich beantragte Netzentgelterhöhung Strom erheblich reduziert. Eine entsprechenden Antrag habe die Bundesnetzagentur (BNetzA) stattgegeben, teilte Enervie mit.

Vorangegangen seien die Intervention von und intensive Verhandlungen mit rund 100 Netzkunden aus der Region, darunter den Stadtwerken Iserlohn, Hemer und Schwerte, und verschiedenen industriellen Verbänden, unter anderen Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft, Bundesverband der Energie-Abnehmer, Gesellschaft für Stromwirtschaft eG, Fachvereinigung Kaltwalzwerke, WSM Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung und Eisendraht- und Stahldraht-Vereinigung.

Die vereinbarte Regelung werde nach dem Beschluss der BNetzA umgehend durch EAN selbst für eigene, direkte Kunden – zumeist größere und energieintensive Betriebe – umgesetzt und bei zukünftigen Abrechnungen berücksichtigt, heißt es in der Pressemitteilung. Zudem bedeute dies, dass sich das Netzentgeltniveau für das gesamte Jahr 2015 deutlich reduzieren werde. Die von der Bundesnetzagentur nun genehmigten Netzentgelte für 2015 seien bereits auf den Internetseiten der EAN eingestellt und ab sofort abrufbar. Sie gelten für alle Vertriebe, die im Netzgebiet der EAN Stromlieferverträge anbieten.

EAN hatte die Netzentgelte mit Wirkung zum 1. Januar 2015 mit der Begründung angehoben, dass aufgrund der derzeit noch bestehenden „Inselnetzlage“ des regionalen Verteilnetzes Teile des Enervie-Kraftwerksparks zur Sicherstellung der Stromversorgung in der Region benötigt werden (wir berichteten). Die durch diesen Kraftwerkseinsatz bei EAN entstandenen Kosten waren Gegenstand des „Härtefallverfahrens“, über welchen die BNetzA nun entschieden habe.

Zahlreiche Netzkunden – insbesondere größere, energieintensive Industriebetriebe – aus der Region seien durch die ursprünglich vorgesehene Erhöhung erheblich belastet worden und hatten – ebenso wie die oben genannten Verbände – eine Beiladung zum Genehmigungsverfahren bei der BNetzA beantragt.

Nach intensiven und konstruktiven Gesprächen mit den Beigeladenen habe EAN den Antrag auf Rückerstattung der Kosten für den Zwangseinsatz der Kraftwerke im Juni 2015 bei der BNetzA auf ein von allen Seiten akzeptiertes Maß reduziert. Mit der nun ergangenen Entscheidung der BNetzA stehe auch in rechtlicher Sicht fest, dass die nach der Verständigung beantragte Netzentgelterhöhung den geltenden Bestimmungen entspreche. Damit verzichte die Enervie AssetNetWork GmbH auf einen wesentlichen Teil der Netzentgelterhöhung. Im Ergebnis bedeute dies eine erhebliche Entlastung der Netzkunden – insbesondere der Industriekunden – in der Region.

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