Energieberatungsstelle vor Start

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Von rechts Magdalena Ermert, Heike Hirschmann-Graf und Martin Wulf (Verbraucherzentrale), Bürgermeister Dieter Dzewas, Sonja Eisenmann und Hans-Jürgen Badziura (Abteilung Umwelt).

Lüdenscheid - Lüdenscheid erhält gemeinsam mit den Nachbarkommunen Halver, Schalksmühle und Herscheid eine Energieberatungsstelle. Voraussichtlich zum 1. März soll sie an den Start gehen, besetzt mit einer halben Stelle.

Von Florian Hesse

Wer Fragen rund um Heizung, Stromsparen oder Photovoltaik hat, findet in den Räumen der Verbraucherberatung Lüdenscheid an der Altenaer Straße 5, künftig seine Anlaufstelle. Fast noch wichtiger aber ist eine persönliche Beratung vor Ort für Bauherren oder Hausbesitzer, die ihre Immobilie energetisch verbessern und auf diesem Weg aufwerten wollen.

Das wird möglich über eine Kooperation der Stadt Lüdenscheid und der Verbraucherzentrale NRW. Die Düsseldorfer Verbraucherschützer können dafür auf Landes- und EU-Mittel zurückgreifen. Die Stadt Lüdenscheid könnte eine solche freiwillige Leistung selbst nicht stemmen. Dafür springt die Sparkasse ein, deren Zweckverband die betreffenden Kommunen bilden.

„Wäre eine Schande, es hier nicht zu machen“

Von Interesse aus städtischer Sicht sei die Reduzierung des CO2-Ausstoßes im Lüdenscheider Gebäudebestand, erläuterten bei der Vorstellung Bürgermeister Dieter Dzewas und Klimaschutzbeauftragte Sonja Eisenmann. Der Schadstoffausstoß der Haushalte sei ein starker Faktor bei der Umweltverschmutzung neben Industrie und Verkehr.

„Es wäre eine Schande, das in Lüdenscheid nicht zu machen“, ergänzt Heike Hirschmann-Graf, Leiterin der Gruppe Energieberatung bei der Verbraucherberatung in Düsseldorf. Die Thermographieaktionen mit 120 Interessenten und die Quartiersberatung im Oeneking und in Stüttinghausen mit 80 Teilnehmern hätten einen Bedarf gezeigt, „den wir noch nirgendwo anders hatten“, wie sie sagt. Damit sei Lüdenscheid prädestiniert für eine solche Beratungsstelle, die inzwischen 25. in NRW.

Argument für das Engagement der Sparkasse ist zudem, dass Maßnahmen der energetischen Erneuerung nicht nur unter Umständen finanziert werden müssen, sondern auch Handwerker Sparkassenkunden sind. Maßnahmen dieser Art seien in der Regel arbeitsplatzintensiv und würden in aller Regel durch Unternehmen aus der Region ausgeführt, überlegt Dzewas.

Um die Resonanz auf das Angebot war bei der Vorstellung des Projekts niemand bange: Die Zinslage sei zurzeit günstig wie noch nie, die Investition ins „Steingold“ rentiere sich aktuell besser als andere Geldanlagen.

Denn der Gewinn durch Einsparungen sei enorm, weiß Martin Wulf, Energieberater in Iserlohn. Man könne den Interessenten einen „kompletten Fahrplan“ anbieten mit Kosten-Nutzen-Rechnungen und Priorisierungen. Die Einzelberatung ist kostenpflichtig, doch bei 60 Euro für einen 90-minütigen Check geht es eher um eine Schutzgebühr.

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