Energiebedarf verdoppelt: Ex-Kaufhalle muss aufrüsten

Noch ein Kabel muss ins „engmaschige Netz“ unterm Sternplatz: Der Energiebedarf im Ex-Kaufhalle-Bau ist hoch.

LÜDENSCHEID ▪ Die Stadtwerke Lüdenscheid prüfen im Moment eine Leistungsanfrage des Ex-Kaufhalle-Bauherrn, ob die Stromversorgung für den Energiebedarf ausreicht.

Entsprechende LN-Informationen bestätigte gestern Stadtwerke-Sprecher Andreas Köster. Eine erste Bestandsaufnahme habe ergeben, dass die Leitung momentan zwar ausreichen würde, aber relativ knapp bemessen sei. „Wir brauchen einen Puffer für die Zukunft“, umschreibt Köster die Philosophie des Versorgungsunternehmens. Und der Kunde brauche eine Sicherstellung der Stromversorgung für seine Mieter. Daher soll ein zusätzliches Zehn-Kilovolt-Kabel den großen Energiebedarf insbesondere von Praxen in dem Gebäude auffangen. Ob ein solches fast armdickes Kabel noch durch „das sehr engmaschige Netz“ der vorhandenen Kabelschächte unter dem Sternplatz gezogen werden kann oder ob der Platz an einer oder mehreren Stellen aufgerissen werden muss – diese Optionen prüfe man. Die eigentlichen Arbeiten gingen letztlich schnell.

„Das ist nicht vergleichbar mit einem Privathaushalt; wir müssen diesen Puffer einfach haben“, bekräftigt der Stadtwerke-Sprecher. Die alte, gesicherte Leistung der ehemaligen Kaufhalle habe bei 800 Kilowatt gelegen, nach dem Umbau verdoppele sich das auf 1600 Kilowatt. Mit einem zusätzlichen Zehn-Kilovolt-Kabel sei man auf der sicheren Seite.

Auf jeden Fall müsse man das Gebäude über das Umspannwerk Lennestraße versorgen, weshalb eine Fragestellung auch lautet: „Wie kriegen wir die Leistungserweiterung von der Lennestraße zum Sternplatz?“ Unnötige Leitungsverluste durch zu große Entfernungen will man vermeiden. Wie es mit dem unterirdisch verfügbaren Platz aussieht, hat man in den letzten Tagen erforscht. Mit Testkabeln könne man probeweise das Durchschieben versuchen, weiß Köster. Ob es Bautätigkeiten geben müsse, sei noch nicht klar.

Nächste Woche sei man mit der Variantenprüfung weiter und wolle Kontakt mit der Stadt suchen. Die weiß natürlich schon, dass „die Planer hinter den Kulissen schwer am Grübeln sind“, wie es der städtische Platzbeauftragte Hans Jürgen Badziura formuliert. Eine Bitte des Investors hinsichtlich einer Aufbruchgenehmigung liege aber noch nicht vor.

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