Rekordbesuch im Familienbad

Viel Spaß im Freizeitbad.

LÜDENSCHEID ▪ Ein Plus im Familienbad von 7000 Besuchern im Vergleich zum Vorjahr, während reine Freibadanlagen 2011 bundesweit bis zu 55 Prozent Verluste verzeichneten – beeindruckt zeigte sich die SPD-Fraktion von der Bilanz, die Bäderchef Friedrich-Wilhelm Schmidt-Werthmann ihnen in dieser Woche präsentierte.

257 000 Badegäste kamen 2011 ins Familienbad am Nattenberg – und das, obwohl in den beiden extrem schlechten Monaten Juni und Juli sogar 20 000 Besucher weniger registriert wurden als im Jahr davor. Schmidt-Werthmann verwies auf die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen e.V., die festgestellt hat, „dass nur Freibadanlagen mit weit gefächerten Angeboten in der Lage waren, ihre Planung zu erfüllen“. Der Umbau der alten Freibadanlage in ein teilweise überdachtes, flexibles Familienbad habe sich gelohnt, meinte der Bäderchef.

Bei der Schließung des Wellenbades im Jahre 2006 seien dort gerade noch 140 000 Besucher im Jahr gezählt worden – nach einem kontinuierlichen Rückgang um bis zu rund 100 000 in Spitzenjahren. Die Entscheidung für eine attraktive Anlage mit einem ganzjährigen Angebot für alle Nutzergruppen am Nattenberg und gegen eine dringend notwendige Sanierung des in die Jahre gekommenen Wellenbades habe sich als richtig erwiesen – wie die Besucherzahlen belegten.

Im neuen Familienbad zählten die Stadtwerke 2009 254 000 Badegäste, 2010 250 000 und 2011 257 000. Im alten reinen Freibad habe die durchschnittliche Jahresbesucherzahl seit 2000 bei 190 000 gelegen. Es habe den Anschein, dass man zumindest einen Großteil der rund 60 000 Lüdenscheider Wellenbadbesucher im Jahr mit zum Nattenberg genommen habe.

Aber nicht nur die Zahlen sprächen für das neue Familienbad. In einer Umfrage mit zahlreichen Fragen bewerteten die Befragten die Anlage insgesamt mit der Schulnote 2, bei den Punkten Familienfreundlichkeit und Preis-Leistungs-Verhältnis sogar mit 1,8.

Dank der Überdachung sei man auch bei der Öffnungsdauer flexibler: Die Außenanlagen seien 2011 erst Anfang Oktober geschlossen worden. Im Saunadorf gehe es nach der Wirtschaftskrise auch wieder aufwärts. Obwohl die Zahl der Gäste konstant blieb, sank die Zahl der Besuche von 58 000 (2008) zunächst auf 52 000 (2010). Im vergangenen Jahr stieg sie jedoch wieder auf 55 000.

Die Stadtwerke zeigen sich optimistisch, die Zukunftsfähigkeit des Saunadorfes sichern zu können – durch das rechtzeitige Erkennen von Trends im Freizeit- und Wellnessbereich. Daran und eng an Kundenwünschen orientiert werde das Angebot auch künftig erweitert, um die Attraktivität der Anlage zu steigern.

Die SPD sei sehr erfreut über die Entwicklung, erklärte Fraktionschef Ingo Diller. Der Vortrag habe gezeigt, dass das Konzept für ein breit aufgestelltes Familienbad richtig gewesen sei. Und das Stadtwerke-Team habe den Eindruck vermittelt, dass da Leute am Ruder sind, die Freizeitbad und Saunadorf auf Erfolgskurs halten. - wok

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