Energetische Sanierung bringt auch neue Farben

Schulen, wie hier die Grundschule Lösenbach, profitieren vom Geld aus dem Konjunkturpaket II.

LÜDENSCHEID ▪ Brütende Hitze, und dann fehlt auch noch die Dachisolierung: Im Moment kann man sich gar nicht recht vorstellen, dass es irgendwann wieder Winter wird. Dann werden sich die Investitionen in die energetische Sanierung von Schulgebäuden, die das Geld aus dem Konjunkturpaket II ermöglicht hat, nach und nach rechnen.

Im Moment leiden Kinder und Lehrer eher noch unter den Begleitumständen der notwendigen Maßnahmen. Beispiel Grundschule Lösenbach: Hier werden Klassen in Ausweichpavillons unterrichtet, aber eben auch im teilweise verhüllten Hauptgebäude, wo Lärm, Hitze und Staub zu ertragen sind. Rund 1,6 Millionen sind für die Dach- und Fassadensanierung an der Grundschule Lösenbach vorgesehen.

Die 190 Kolping-Grundschüler haben durch ihren Umzug in das Gebäude der alten Wefelshohler Hauptschule das schwierige Nebeneinander von Lernen und Bauarbeiten umgehen können. Während die einen mit großen Schritten auf die Sommerferien zugehen, gehen die anderen Schritt für Schritt den Weg in Richtung einer energetisch runderneuerten Schule. Die Dach- und Fassadensanierung für rund 1,2 Millionen Euro soll spätestens bis zum Jahresende fertig sein. Dann wird der Bau auch farblich neu gestaltet sein, mit durchgefärbten Fassadenplatten im dosiert eingesetzten Dreiklang von Rot–Orange–Gelb. „Es gibt jetzt keinen tieferen psychologischen Grund für die Farbwahl“, sagt dazu Frank Kuschmirtz von der Zentralen Gebäudewirtschaft (ZGW). „Wir haben versucht, der Gebäudestruktur eine eigene Note zu geben.“

Die „eigene Note“ sieht man auch an der Richard-Schirrmann-Realschule betont. Hier wird voraussichtlich noch bis Ende der Sommerferien Haus II energetisch saniert. Dach, Fassade, aber auch bauliche Eingriffe wie die bislang offene Pausenhalle mit einer Fensterwand zu verglasen, erfordern rund 650 000 Euro. Helle und farbig gestaltete Räume für Über-Mittag-Betreuung und Freistundengestaltung machen Haus II trotz des Baugerüstes zur beliebten Anlaufstelle für so manchen der 650 Schüler.

Doch auch in das aus dem Jahr 1968 stammende Haus I ist bis heute einiges investiert worden. Die Schule wurde zukunftsfit gemacht – inklusive neuer Toiletten, Feuerschutztüren oder auch Schallisolierung. „Nicht nur ZGW, auch das Schulverwaltungsamt hat dabei entscheidend mitgeholfen“, loben Schulleiter Peter Wagener und sein Vertreter Christoph Riedel. Die Schule habe einen Schwerpunkt im naturwissenschaftlichen Bereich, betont Riedel, weshalb man auch die konsequent modernisierten Physik-, Chemie- und Bioräume sehr zu schätzen wisse: „Hier kann man schon schön unterrichten.“

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