Endspurt für die Komfortklinik

LÜDENSCHEID – Für die Komfortstation am Klinikum Lüdenscheid geht es auf die Zielgerade. Planer und Handwerker haben zum Schlussspurt angesetzt,die bauliche Fertigstellung soll noch in diesem Monat erfolgen, am 1. April sollen die ersten Patienten aufgenommen werden.

Vor rund einem Jahr hatten die Rohbauarbeiten für dieses neue Segment im Erdgeschoss des Hauses begonnen. Bereits Anfang Mai schwebte der Richtbaum über dem neuen „Klinikhotel“, im kommenden Monat erfolgt die Möblierung, dann schließt sich ein Probebetrieb an, um den völlig neuen Unterkunftscharakter auf seine Alltagstauglichkeit zu testen, so Projektleiter Dietmar Günther. „Wir haben mit einer solchen Einrichtung bislang gar keine Erfahrung.“

Auf der neuen Station sollen auf rund 2100 Quadratmetern 41 Betten in einem „sachlichen und stilvollen Vier-Sterne-Komfort ohne Extravaganz“ vorgehalten werden. Im Detail heißt das: Die Betten werden verteilt auf 23 Einzel- und neun Doppelzimmer, von denen alle über einen eigenen Balkon verfügen beziehungsweise Zugang zu einer Terrasse haben. Die Einzelzimmer sind rund 21 Quadratmeter groß, alle Räume haben einen eigenen Sanitärbereich mit Dusche. Eine Suite mit einem angeschlossenen Wohnbereich ermöglicht zum Beispiel auch die Unterbringung eines Angehörigen. Über einen eigenen Fahrstuhl erreichen die Patienten die Ambulanzmedizin im Untergeschoss.

Auf voraussichtlich 6,8 Millionen Euro werden sich die Gesamtkosten belaufen, die über einen Kredit der NRW-Bank finanziert werden. Fördermittel vom Land gibt es dabei ebenso wenig wie Geld vom Träger, dem Märkischen Kreis. Hintergrund für diese Baumaßnahme waren Defizite im Wahlleistungsspektrum „Unterkunft“. Mit nur drei Prozent – Landesdurchschnitt Westfalen 13 Prozent – war dieser Anteil zu niedrig. Der Begriff Komfortstation beschränke sich ausschließlich auf die Unterbringung, die medizinische Versorgung erfolge durch die jeweiligen Fachabteilungen.

Umgebaut wird derzeit ebenfalls der Eingangsbereich des Haupthauses. Neue Anmelde- und Wartebereiche sollen auch hier einen hotelähnlichen Charakter widerspiegeln. Als nächstes baulisches Schwergewicht steht ein neues Dialysezentrum als Ersatz für das Gebäude an der Hohfuhrstraße an.- be

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