Endgültiges Aus für das griechische Lyzeum

LÜDENSCHEID ▪ Das sich schon im vergangenen Jahr abzeichnende Aus für das griechische Lyzeum an der Sedanstraße steht nun endgültig fest.

„Im Sommer ist Schluss“, bestätigte SPD-Ratsfrau Evangelia Kasdanastassi, die auch Mitglied im Schulausschuss ist, entsprechende LN-Informationen. Mit der Schließung der Einrichtung in der ehemaligen Firma Schuster fällt aber auch der Raum weg, in dem für rund 170 Kinder muttersprachlicher Ergänzungsunterricht geleistet wurde. „Es hat schon Gespräche mit der Stadt gegeben, aber bisher sind noch keine Räumlichkeiten gefunden worden“, sagt Kasdanastassi. Die griechischen Eltern seien sehr daran interessiert, ein neues Modell, wie immer das auch aussehen könne, zu unterstützen, um das so wichtige Sprachangebot aufrecht zu erhalten. Möglich wäre zum Beispiel eine Mischfinanzierung, bei der das Personal von der griechischen Seite bezahlt werde und der Raum von der Stadt oder der Unterricht in einen Ganztagsschulbetrieb integriert werde.

Die Schülervertretung NRW hat parallel eine landesweite Aktion gestartet und an die Schulausschüsse aller Kommunen geschrieben, in denen es griechische Schulen gibt. Darin wird unter anderen die Frage aufgeworfen, wie hoch die Mehrkosten für eine Kommune wären, wenn sie die griechische Schule übernimmt oder einen griechischen Zweig an einem Gymnasium/einer Gesamtschule einrichtet.

Reinhard Merkschien, Leiter des Fachdienstes Schule und Sport, kennt das Schreiben. Auch wenn in Anbetracht des Nothaushalts eine Übernahme von Kosten kaum in Frage komme, werde er das Thema in der nächsten Sitzung des Schulausschusses auf die Tagesordnung setzen. Die griechische Schuldenkrise gilt als Ursache der Probleme.

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