„Mit Maske fühle ich mich wohler“

Ende der Maskenpflicht im Unterricht: So reagieren Lüdenscheids Schulen

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Schüler David Scholz vom Bergstadt-Gymnasium ist froh, dass an seiner Schule auch weiterhin die Maskenpflicht im Unterricht gilt.

Lüdenscheid – Seit heute gilt an weiterführenden Schulen in NRW keine generelle Maskenpflicht mehr im Unterricht. Mehrere Schulleiter in Lüdenscheid bauen jetzt darauf, dass ihre Schüler freiwillig im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Bergstadt-Gymnasium 

Das Bergstadt-Gymnasium hält vorerst bis zum 30. September an der Maskenpflicht in den Klassenräumen fest. „Es geht im Wesentlichen darum, dass ich die Entscheidung nicht allein von oben beschließen wollte. Aber das Lehrerkollegium sowie eine breite Mehrheit der Schülerschaft und der Eltern hat sich dafür ausgesprochen, die Maskenpflicht zu verlängern“, erklärt BGL-Schulleiter Dieter Utsch. Zehntklässler David Scholz begrüßt die Entscheidung. „Ich finde es wirklich gut, dass wir weiterhin die Masken im Unterricht tragen. Dadurch schützen wir unsere Mitschüler. Ich wäre auch nicht mehr so gern in die Schule gegangen, wenn die Maskenpflicht nicht mehr gelten würde. Mit Maske fühle ich mich wohler und auch sicherer.“ 

Die Eltern werden mit einem Brief darüber in Kenntnis gesetzt, zudem sei eine weitere Verlängerung der Maskenpflicht durchaus möglich. Darüber werde in einer Lehrerkonferenz am Dienstag, 29. September, entschieden. 

Theodor-Heuss-Realschule

Auch der Tenor an der Theodor-Heuss-Realschule ist eindeutig: Zwei Drittel der Schüler haben sich im Rahmen einer Umfrage für die Maskenpflicht ausgesprochen, ein Drittel sei sich unschlüssig oder dagegen. Die Schulleiterin Christiane Langs-Blöink ist eine klare Befürworterin der Maskenpflicht zur Unterrichtszeit. Eine Pflicht für die Schüler wird nicht ausgesprochen, aber das Lehrerkollegium appelliert an die Schülerschaft, sich dringend an die Maskenpflicht zu halten. 

Langs-Blöink verweist darauf, dass sie vor Ort quasi täglich eine „Großveranstaltung mit 700 Personen“ habe. „Die Schüler sitzen in den Klassenräumen wie Ölsardinen in einer Büchse. Es ist wichtig, dass alle Beteiligten gesund aus der Situation herauskommen.“ Wenn das Gesundheitsamt bestimmt, dass die Maskenpflicht in Bussen oder Schulen gilt, sollte dies auch in der Schule der Fall sein, erklärt die Schulleiterin. 

Freie Christliche Haupt- und Realschule 

An der Freien Christlichen Haupt- und Realschule wird die Maskenpflicht während des Unterrichts dagegen ausgesetzt. Schulleiter Rainer Brecht räumt allerdings ein: „Wir wissen auch nur durch die Presse davon, dass die Maskenpflicht ausgesetzt werden soll.“ 

Richard-Schirrmann-Realschule 

An der Richard-Schirrmann-Realschule habe sich die Schülerschaft dafür ausgesprochen, auch in Zukunft die Maskenpflicht im Unterricht beizubehalten. „Uns wurde ein Antrag der Schülervertretung (SV) vorgelegt, dass alle Schüler dafür sind, die Maskenpflicht weiterhin beizubehalten“, sagt die 1. Konrektorin Maren Schwarzelmüller. Das sei das Ergebnis einer außerordentlichen SV-Sitzung. In diesem Zuge werde auch ein Elternbrief aufgesetzt und verschickt. „Wir hoffen da allerdings auch noch auf eine allgemeine Regelung für alle Schulen in Lüdenscheid.“ 

Zeppelin-Gymnasium 

Zepp-Schulleiter Sebastian Wagemeyer appelliert bei dem Thema an die Vernunft und Verantwortung der Schüler. „Ich habe Gespräche mit dem Elternrat, Schülerrat und dem Lehrerrat geführt. Es gibt die klare Tendenz, dass die Schüler weiterhin die Masken tragen wollen.“ Allerdings spricht die Schule nur ein dringendes Gebot aus. Schüler, die die Masken im Unterricht nicht mehr tragen wollen, werden nicht sanktioniert. „Ich kann Schüler nicht dazu zwingen, wenn die Schulministerin Gebauer die Maskenpflicht offiziell aufhebt.“ 

Adolf-Reichwein-Gesamtschule 

An der Adolf-Reichwein-Gesamtschule will Schulleiter Frank Bisterfeld pädagogisch mit der Aussetzung der Maskenpflicht während des Unterrichts umgehen: „Die Lehrer werden die Schüler in der ersten Stunde informieren, dass es sinnvoll ist, die Maske weiterhin zu tragen.“ Bedenken hat Bisterfeld mit Blick auf die Räumlichkeiten seiner Schule: „Wir haben sehr kleine, enge Räume. Das ist eine schwierige Situation.“

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