Endausbau der Straßen Am Kamp und Weidengrund: Hohe Belastung

Der Bahnübergang Am Kamp ist zunächst von der Ausbauplanung ausgenommen. - Fotos: Messy

BRÜGGE - Die Straßen Am Kamp und Weidengrund in Brügge werden in den Jahren 2016 und 2017 ausgebaut. Die Gesamtkosten liegen bei rund 1,3 Millionen Euro: 450.000 für den Weidengrund und 835.000 Euro für Am Kamp.

Die entsprechenden finanziellen Mittel sind im städtischen Haushalt für 2016 veranschlagt. Dabei geht es um eine erstmalige Herstellung der Erschließungsanlagen. Nach den entsprechenden Paragrafen des Baugesetzbuches werden 90 Prozent der beitragsfähigen Kosten auf die Anlieger umgelegt und über Erschließungsbeiträge abgerechnet. Auf die Anlieger der beiden Straßen kommen also nicht unerhebliche Belastungen zu.

Torsten Hoffmann vom Fachdienst Stadtplanung und Verkehr stellte den Ausbau in der Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses detailliert vor. Die Mitglieder gaben ein ein einstimmiges Votum für die Umsetzung ab.

Der Ausbau der Straße Weidengrund soll als Mischfläche in Asphaltbauweise mit einer beidseitigen Rinne entlang einer drei Meter breiten Fahrgasse und einem daran schließenden Mehrzweckstreifen erfolgen. Stellplätze werden markiert. Die erforderliche Wendeanlage ist als einseitiger Wendehammer geplant und für ein dreiachsiges Müllfahrzeug ausgelegt. Zur Sicherheit der Fußgänger wird ein verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen.

Der Ausbau der Straße Am Kamp wird in drei Abschnitte gegliedert. Im Bereich zwischen Volmestraße und Brücke ist aufgrund der gewerblichen Nutzung eine Fahrbahnbreite von 5,5 Metern erforderlich. Von der Brücke bis zum Pumpenhaus sind es fünf Meter, für Fußgänger wird ein zum größten Teil nur einseitiger Gehweg von bis zu 1,5 Meter Breite angelegt. Analog zum Weidengrund erfolgt der dritte Ausbauabschnitt.

Die Flächen im Bereich der Bahnhofsübergangs Am Kamp sind zunächst von der Ausbauplanung ausgeschlossen. Hier hat die Deutsche Bahn noch Umplanungen vor, die eine Genehmigung und Freigabe durch das Eisenbahn-Bundesamt erfordern. Die Stadt hat darauf keinen Einfluss.

Eine Anwohnerin kritisierte im Anschluss an die Sitzung die hohen Kosten für die Anlieger. „Da kommt noch was.“

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