Empfindlicher Schlag gegen Heroinszene

LÜDENSCHEID ▪ Die Polizei hat am Montag einen empfindlichen Schlag gegen die Lüdenscheider Drogenszene geführt. In einer Wohnung an der Humboldtstraße nahmen Beamte der Abteilung Zentrale Kriminalitätsbekämpfung (ZKB) einen mutmaßlichen Heroindealer und sieben seiner Kunden vorläufig fest.

Sieben weitere Konsumenten gingen den Fahndern vorgestern ebenfalls ins Netz. Im Zuge dieses Ermittlungsverfahrens hat die Polizei allein in diesem Monat insgesamt 32 Personen aufgespürt, vernommen und angezeigt. Das bestätigte Polizeisprecher Norbert Pusch gestern auf LN-Anfrage.

Zugriff nach Hinweisen aus der Bevölkerung

Nach Hinweisen aus der Bevölkerung hatten die Beamten der ZKB gezielt gegen den Verdächtigen, einen 49-jährigen Lüdenscheider, und seine Bekannten aus der Rauschgiftszene ermittelt. Der Zugriff erfolgte am Montagvormittag. Die Männer wurde in Handschellen aus dem Haus geholt und zur Wache gebracht. Fast alle von ihnen wurden nach Feststellung der Personalien und Vernehmungen vorgestern wieder auf freien Fuß gesetzt. Ein 26-Jähriger ohne festen Wohnsitz war sowieso wegen eines Haftbefehls gesucht worden und blieb im Polizeigewahrsam.

Mutmaßlicher Dealer in U-Haft

Der mutmaßliche Dealer, der laut Norbert Pusch „so richtig einschlägig“ vorbestraft ist, wurde gestern Mittag dem Haftrichter vorgeführt. Der gab dem Antrag der Staatsanwaltschaft statt und ließ den Mann in Untersuchungshaft sperren.

In der Wohnung an der Humboldtstraße fanden die Polizeibeamten bei dem Hauptverdächtigen sechs Gramm Heroin, die er bei sich trug, sowie Bargeld in einer „für den Drogenhandel typischen Stückelung“, hieß es gestern. Der 49-Jährige muss im Falle einer Verurteilung wegen unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln mit einer mehrjährigen Freiheitsstrafe rechnen. - omo

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