Emmi Brunzel jetzt amtlich für tot erklärt

LÜDENSCHEID ▪ Jetzt ist der Tod von Emmi Brunzel amtlich. Unter der Nummer 97 II 8/09 wurde ihre Akte mit folgenden Beschluss geschlossen: „Frau Emmi Brunzel, geb. am 12.

Mai 1918 in Bergneustadt, zuletzt wohnhaft in Lüdenscheid, Straßburger Weg 52, wird für tot erklärt. Als Zeitpunkt des Todes wird der 31. Dezember 2007, 24.00, festgestellt. Die Kosten des Verfahrens einschließlich der notwendigen außergerichtlichen Kosten des Antragstellers fallen dem Nachlass zur Last.“ So endet per Aktenvermerk ein Leben, das zum Schluss zwei Frage unbeantwortet lässt: Wie und wo ist Emmi Brunzel gestorben? Im Juli 2004 war die 86-Jährige aus dem Seniorenzentrum verschwunden und trotz zahlreicher Bemühungen nicht mehr aufgetaucht. Tag und Nacht hatten damals Rettungskräfte, Polizei, Feuerwehr und Mitarbeiter der Einrichtung nach Emmi Brunzel gesucht. Die Heimleitung hatte Flyer gedruckt und verteilt, in den LN erschienen mehrere Artikel – vergebens!

Menschen, die älter als 80 Jahre alt sind und drei Jahre vermisst bleiben, werden nach diesem Zeitraum für tot erklärt, die Rentenversicherung muss noch eine weitere dreijährige Frist einhalten, bevor sie den Antrag dazu stellen kann.

2009 wurden laut Dietmar Boronowski, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde, 79 Menschen als vermisst gemeldet, in diesem Jahr bisher rund 40. Fast alle tauchen aber über kurz oder lang wieder auf. Nur ein Mann, der in einem Wohnheim für Behinderte gelebt hatte, steht noch auf der Liste der Langzeitvermissten

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare