Janine Bahr freut sich über Hilfe aus Lüdenscheid

Kurt Bahr mit seiner Tochter Janine.

Lüdenscheid - Auch wenn sie sich nicht vorstellen können, nicht in Lüdenscheid zu wohnen – Kurt und Christa Bahr verbringen ihre Zeit oft auf der Nordseeinsel Föhr, da ihre Tochter Janine dort eine Wildtiernotaufnahme und ein Robbenzentrum betreibt – gemeinsam mit ihrem holländischen Lebensgefährten André van Gemmert.

In diesen Tagen verbringt Kurt Bahr wieder einige Tage auf der Insel und steht jeden Tag in der Robbenstation, um Besucher durch die Austellung zu führen und die Arbeit mit den Tieren zu erklären, damit seine Tochter Janine, die als Tierärztin auf Föhr tätig ist, auch jeden Notfall sofort behandeln kann. Zurzeit ist Jungtiersaison in den Stationen Tierhuus Insel Föhr und Robbenzentrum Föhr.

Die Notfall-Mobiltelefone stehen in diesen Tagen kaum still und Janine, ihr Freund André und deren Mitarbeiter und Helfer sind fast rund um die Uhr im Einsatz. Da kommt der Besuch aus Lüdenscheid wie gerufen. Und Papa Kurt hat seine vier Tage Arbeitsurlaub im hohen Norden inzwischen auf mehr als zwei Wochen verlängert.

Auch in den vergangenen Jahren war das Lüdenscheider Ehepaar immer wieder im Einsatz – auch „direkt am Tier“ bei Robbenbergungen, Ziegenbehandlung und Wildvögelversorgung. Christa und Kurt Bahr ist nichts mehr fremd. Sie unterstützen ihre Tochter auch aus der und über die Entfernung, wann immer es geht.

Selbst in ihrem Lüdenscheider Haushalt beherbergen sie eine ehemalige Fundkatze von der Insel. Ernie kam damals als Baby mit der Tochter zu einem Geburtstagsbesuch ins Sauerland. Wegen Überfüllung im Tierhuus sollte er für einige Wochen bei Familie Bahr eine Unterkunft finden. Das ist nun mehr als sieben Jahre her, und Kurt und Christa Bahr planen keinen gemeinsamen Urlaub ohne Ernie. Selbst junge Krähen, Basstölpel und andere ungewöhnliche Hausgäste fanden schon Unterschlupf im Salierweg, wenn die Tierärztin von der Insel ihre Familie in Lüdenscheid überraschte.

„Ohne die Hilfe und Unterstützung meiner Eltern und gesamten Familie hätte ich die ehrenamtliche Arbeit auf Föhr und die beiden Organisationen neben der Tierarztpraxis sicher nicht so ohne weiteres auf- und ausbauen können“, ist sich Janine Bahr sicher und ihrer Familie sehr dankbar dafür.

Das Motto beider Vereine ist übrigens: „Gott wünscht, dass wir den Tieren beistehen in ihrer Not! Ein jedes Wesen in Bedrängnis hat gleiches Recht auf Schutz!“

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